Wie weit darf man gehen, um das Leben Vieler zu retten? Die altbekannte Frage... Auf der einen Seite die Völkerverständigungsverweigerer, die mit eiskalter Präzision nach dem Motto "Auge um Auge" völlig selbstverständlich Verbechen zu einem höheren Zweck begehen. Auf der anderen Seite die Weltverbesserer, die noch im größten Massenmörder noch das Gute im Menschen entdecken wollen und sich der Realität zugunsten ihrer Phantasiewelt und philosophischen Doktrin verschliessen. Zu einem Ergebnis wird man hier wohl nicht kommen. Aber es ist interessant, wie aus der politischen Meinung heraus der Film gelobt oder auch verrissen wird. Dabei ist dem Regisseur ja genau das gelungen: Das Aufwerfen einer moralischen Grundsatzfrage und einer interessanten Diskussion.
Für die "böse" Seite steht Samuel Jackson, der ja eigentlich gar nicht so böse ist, sogar mit einer Frau aus dem Islam verheiratet ist und liebevoll für seine Familie sorgt. Der Auftrag macht aus ihm einen Botschafter des Todes, der mit völliger Selbstverständlichkeit foltert und mordet, weil die Sache es erfordert. Für die "gute" Seite steht die integre und wackere FBI-Agentin mit ihren moralischen Werten. Die Bürokraten passen sich immer der Situation an und agieren mal mal so... Wer hat nun Recht?
Es ist doch schön, mal einen Film zu sehen, der sich mit moralischen Fragen beschäftigt und keine einfachen Antworten parat hat. Dazu ist der Film noch superspannend, gut gemacht und glänzend gespielt.