Review

Nach zehn unverdienten Jahren im Arbeitslager wird Gary Hamilton (Klaus Kinski) überraschend begnadigt. Er zieht los, um sich an seinem ehemaligen Freund Acombar (Peter Carsten) zu rächen, der ihn hereingelegt und sich auf seine Kosten ein wohlhabendes Leben eingerichtet hat…

Der B-Filmer Antonio Margheriti versucht sich hier an seiner eigenen Version der für Italowestern typischen Rächergeschichte, die zwar durch ihre düstere Bildsprache zumindest äußerlich Eigenständigkeit beweisen kann, substanziell aber an den üblichen Unzulänglichkeiten solcher Projekte krankt: Der monotone, mühsam auf Spielfilmlänge gedehnte Handlungsverlauf dient allein dem Zweck, beliebte Attraktionen aus zugkräftigen Vorbildern mit gesteigertem Spieltrieb wiederaufzuführen. Die sich bedeutsam gebärdenden Verweise auf Schauerfilmtraditionen und wortgewaltige Bibelzitate sollen künstlerische und kulturelle Gewandtheit vorspiegeln, können aber einer Tiefenprüfung kaum standhalten. Sehenswert sind allenfalls einige inszenatorische Kniffe und Peter Carstens feines Spiel, das auf drakonische Posen weitgehend verzichtet und zu einem nervösen Spiegel für den Untergang eines auf Sand gebauten Imperiums wird.

Details
Ähnliche Filme