Review

Wie bei jedem zweiten Italo-Western geht es auch hier wieder mal um Rache und die Handlung ließe sich salopp gesagt auf einem Bierdeckel zusammenfassen: Garry Hamilton (Klaus Kinski) verbrachte zu Unrecht 10 Jahre in einem Arbeitslager. Nach seiner Entlassung sinnt er auf Rache.

Kinski spielt hier richtig gut und überzeugend einmal mehr den Bösewicht, der auch allen Grund hat böse zu sein! Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis er auf Acombar (Peter Carsten) und seine Schergen trifft, um mit ihnen abzurechnen...

Man merkt dem Film schon an, dass aufgrund des dürftigen Drehbuchs einige Szenen gedehnt wurden, um auf 96 Min. Laufzeit zu kommen. Mir persönlich wären jedoch knackige 90 Min. durch etwas gestrafftere Szenen lieber gewesen. Auch hätte man der Story bspw. durch eine Wendung zwischendurch noch etwas mehr Pepp geben können. Regisseur und Kamerateam haben aber auf jeden Fall ein Maximum aus ihr herausgeholt und so doch noch einen sehr unterhaltsamen und bleihaltigen Western mit tollem Schlußakt abgeliefert. Von mir gibt's dafür 8 Punkte!

Übrigens handelt es sich, ähnlich wie bei "Die Rache der Cheyenne" (s/w) von 1955, auch bei "Satan der Rache" von 1970 nicht um einen Horrorwestern, wie sie gelegentlich auch bezeichnet werden. Tatsächlich beinhalten beide Filme keine übersinnlichen Elemente. Es wird aber durch Nachtszenen, mitunter von Sturmgeräuschen begleitet, eine unheimliche, ja schon fast gespenstische Atmosphäre mit knisternder Spannung erzeugt.

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