Review

In meinen Augen funktioniert der Film leider überhaupt nicht. Die Story ist in Ordnung. Nur die Ausgangssituation ist nicht stimmig. Die Hauptperson „Dad“ (einen Vornamen erhält er in dem Film nicht) hat die nächtliche Erscheinung von einem Engel Gottes, der ihm mitteilt, dass er und seine beiden Jungs auserwählt sind die Dämonen, die bereits die Erde bevölkern zu vernichten. Jetzt die Frage:
Hat „Dad“ mordsmäßig einen an der Waffel oder ist er wirklich auserwählt?
Sollte er tatsächlich durchgedreht sein, bleibt das für den Zuschauer unverständlich, da der Film keine Vorgeschichte von „Dad“ erzählt? Warum sollte er also von ein auf den anderen Moment verrückt werden?
Wenn die Engelserscheinung Realität wäre, würde (ein christlicher) Gott einen Vater und seine zwei minderjährigen Söhne auffordern sich zu Axtmördern auszubilden?
Beide Varianten sind unbefriedigend. Dazu kommt, dass für meinen Geschmack Bill Paxton das Charisma einer Pellkartoffel hat. Dafür kann er ja nix, aber das macht diesen Möchtegern-Gruselfim oder Psychothriller halt nicht gerade besser. Matthew McConaughey als zwielichtiger Fenton (der ältere Sohn als Erwachsener) hingegen ist wirklich gut und spielt sehr undurchsichtig. Doch der eigentliche Star ist der Darsteller von Fenton als Kind: Matthew O’Leary. Der Junge spielt echt klasse und ihm nimmt man ab, dass er hin- und her gerissen ist zwischen der Liebe zu seinem Vater und den entsetzlichen Taten, die dieser begeht. Allein die Leistung des Jungens ist einen Sonderpunkt wert, sonst hätte ich dem Film drei Punkte gegeben.
Was ich überhaupt nicht verstanden habe ist, dass der Film FSK 18 ist. Es gibt eine einzige heftige Szene und die ist immer noch deutlich harmloser als vieles, was man bei „Das Schweigen der Lämmer“ zu sehen bekommt und der ist FSK 16.
Fazit: Der Filmtitel „Dämlich“ hätte besser gepasst.

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