Achtung, Spoiler! Wer den Film noch nicht gesehen hat, bitte nicht lesen!
Ein junger Mann (Mc Conaughey) kommt eines Nachts in das Büro von Sheriff Doyle (Boothe), um ihm eine sehr mysteriöse Geschichte zu erzählen. Rückblende: Sein Vater (Paxton) hat ihn und seinen Bruder, als die beiden noch Kinder waren, eines Nachts erzählt, dass Gott ihm erschienen sei, um ihn zu beauftragen, Dämonen zu vernichten. Mit einer Axt, ein paar Handschuhe und einer Stange beginnt er, eine Liste der Dämonen „abzuarbeiten“. Der jüngere Adam glaubt zunehmend den Ausführungen des Vaters, während Fenton die Taten seines Vaters als Morde bezeichnet. Das führt schließlich dazu, dass Fenton seinen Vater erschlägt.
Fenton möchte nun Sheriff Doyle zu den Leichen führen, doch dann...
Tja, doch dann macht der Film plötzlich eine Kehrtwendung um 360°. Die bis dato vorgestellten zwei Charaktere des Films scheinen mit einem Male ihre selbigen getauscht zu haben. Und genau an diesem Punkt macht sich der Film entgegen der bis dahin aufgebauten Spannung und Atmosphäre selbst kaputt. Denn wem soll man denn jetzt noch irgendwas abnehmen? Bill Paxton schien eine kranke Seele zu haben, doch am Ende scheint er doch wirklich der personifizierte Erlöser zu sein. Super! Und McConaughey als sein Sohn tritt in seine Fußstapfen.
O.K., ist sicherlich nicht vorhersehbar, soviel muss ich dem Film zugute halten. Aber ich finde, der Zuschauer wird auf eine viel zu simpel konstruierte Weise in die Irre geleitet. Daher denke ich, dass der Film für ein Regiedebüt zwar insgesamt als gelungen betrachtet werden kann, aber von einem Meisterwerk doch sehr weit entfernt ist.
6/10