Review
von Xander_LaVelle
Hatte Rob Zombie das Remake bereits in eine neue Richtung gelenkt, weicht er mit seiner neu inszenierten Fortsetzung noch einmal komplett vom Kurs ab - und verärgert damit sicher so einige hart gesottene Halloween Fans.
Michael Myers erhält hier eine weitere Hintergrund Story, die wirklich absurd erscheint. So sieht er seine tote Mutter in einer Halluzination. Sie befielt ihm unterbewusst zu morden, damit sie bald wieder eine Familie sein können. Dabei kommuniziert sie immer mit dem kleinen Jungen Michael (dieses Mal sogar neu besetzt), während die stumme erwachsene Version daneben sitzt. Dies gibt Myers eine Menschlichkeit, die ihm eigentlich nicht zustehen sollte.
Auch kann man den Killer im späteren Verlauf noch einmal ohne Maske sehen, was auch ein klarer Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze des Franchise sind.
Dr. Loomis wird hier einmal mehr als wenig zimperlich offenbart. Er bereichert sich an der Mordserie seines Klienten, indem er dies weiterhin medial ausschlachtet. War ist im Remake noch originell, wird es hier einen Schritt zu weit geführt.
Ein Highlight hingegen sind die Kostüme bei der Party gegen Ende, die eine Homage an die 1980er darstellen sollen. Auch ist der Anfang sehr stark geraten und führt einen eigentlich direkt nach den Ereignissen des Vorgängers in die Handlung.
Hier wird auch im Hintergrund mit der Musik sehr gut interagiert und "Love Hurts" gespielt, während Laurie um ihr Leben fürchtet. Darstellerin Scout Taylor-Compton darf hier zeigen was sie drauf hat und kann besonders am Ende überzeugen.
Auch gibt es interessante Wechsel in zeitlichen Abhandlungen. So wird eine Mordszene erst nachdem sie passiert ist, als eine Protagonistin die Verletze Person findet, in kurzen Schockmomenten gezeigt.
Leider können die positiven Aspekte den Film nicht zu sehr aufwerten, denn mit den ganzen nun entstandenen Logiklöchern wird "Halloween" auf eine gewisse Art und Weise ruiniert, wie es das Franchise einfach nicht verdient hat...