Review

Der Film zeigt hervorragend wie eigentlich gutmütige Menschen in extremen Gefühls-Situationen gegen ihre eigene Moral handeln.

Ein Spurwechsel auf der Stadtautobahn und die Eile eines Anwalts nach dem darauf folgenden Unfall führt für einen Versicherungsmann zur persönlichen Katastrophe. Dieser bemerkt jedoch etwas später, daß er die Möglichkeit hat, sich zu revanchieren, was den den Anwalt wiederum in größere Probleme stürzt als es beabsichtigt war ? den keiner weiß wirklich von den immensen Auswirkungen seiner Sticheleien.

So beginnt ein Schlagabtausch, bei dem besonders wichtig ist, daß beide ihre Schritte zwar anzweifeln und im nächsten Moment auch bereuen, aber durch die immer katastrophaleren Situationen in die sie durch den anderen gebracht werden, sehen sie sich vor keiner anderen Wahl oder sie erliegen im Affekt ihrer Wut. In dem Sinne erweist sich der Titel des Films als doppeldeutig für das auslösende Moment und den Spurwechsel der beiden Kontrahenten ? der Wechsel ihres Verhaltens auf eine andere Bahn.

Da keiner die wahren Hintergründe des anderen kennt und sich teils auch Friedensangebot und Racheakt überschneiden scheint eine Lösung für beide schließlich unmöglich?

Man kann sich sehr gut in die beiden Charaktere hineinversetzen; der Verzicht auf direkte körperliche Gewalt macht das ganze sehr glaubwürdig, denn die würde man keinem der beiden unfreiwilligen Gegner zutrauen ? zudem hätte es das Ende des Films eventuell unglaubwürdig gemacht.

Nein, dieser Film ist nicht rasant (wie jemand anders anmerkte), aber nicht jeder Film beinhaltet oder braucht Action um gut zu sein. Alle anderen finden die Action , wenn sie sich in die Köpfe der beiden Hauptpersonen versetzen.

Ein gut durchdachter Film mit einem klasse Samuel Jackson und einem nicht ganz so überzeugenden Ben Affleck - den ich aber im Allgemeinen für keinen sehr guten Schauspieler halte.

Klare 8/10 Punkten

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