Das Konzept dieses Kurzfilms ist beliebig erweiterbar: Man nehme markante Eckpunkte einer Metropole und lasse darin Zombies wüten und schon erklärt sich der Titel, der gar Zeilen eines Wegbereiters des Genres impliziert.
Gerade einmal runde acht Minuten rotieren die Untoten in der französischen Hauptstadt, -Zeit genug für Regieneuling Gregory Morin, seine inszenatorische Souveränität unter Beweis zu stellen.
Soeben gibt sich das junge Paar Adrienne (Karina Testa) und Richard (David Saracino) das Jawort in der Kathedrale Notre Dame, als ihr Pfarrer von einer Gruppe Zombies getötet wird.
Sofort greifen die jungen Leute zu ihren Waffen und kämpfen sich durch eine Meute blutrünstiger Kreaturen. Doch ob ihr soeben geschlossener Treuepakt auch drohenden Lebensgefahren trotzen kann?
Die annähernd monochrome, kontrastarme Farbgebung mit Blaufilter deutet innerhalb der ersten Momente in der Abgeschiedenheit der Kathedrale an, dass die Action nicht lange auf sich warten lassen dürfte.
Raus aus den Hochzeitsfummeln und blitzartig zu den Schusswaffen gegriffen, welche Adrienne und Richard jederzeit griffbereit am Körper tragen.
Über etwaige Hintergründe erfährt man nichts, man ahnt nur, dass die Stadt bereits von Zombies beherrscht wird, in der nur wenige Überlebende einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Bestien antreten.
Und auf diesen konzentriert sich der Stoff in den folgenden Minuten.
Da werden allerhand Waffen aus welchem Ärmel auch immer geschüttelt und man wehrt sich mit Schwert, Kettensäge, Panzerfaust und Raketenwerfer.
Splatterfreunden wird dabei eine geballte Ladung geboten, die von zahlreichen Einschüssen über Körperteilungen bis zu explodierenden Köpfen reicht.
Handwerklich sind die Effekte größtenteils passabel, die Zombiemasken geraten immerhin durchschnittlich, lediglich einige Explosionen unter Zuhilfenahme mittelprächtiger CGI wirken ein wenig schlicht in Szene gesetzt.
Demgegenüber punktet die stylische Optik mit einigen schrägen Perspektiven, sorgfältigen Schnitten und rasanten Fahrten.
Zudem bindet man recht clever die markanten Stationen der Metropole ein, die vom Arc de Triomphe über den Eifelturm bis zu den Katakomben reichen, wobei einige Bauwerke mindestens arg ins Wanken geraten.
Handlungstechnisch geschieht bei diesen Auseinandersetzungen zwar wenig, allerdings behält man sich eine, wenn auch im Endeffekt vorhersehbare Pointe vor, die inhaltlich am Ausgangspunkt der Geschichte anknüpft.
Eine gewisse Coolness ist diesem Kurzfilm durchaus zu attestieren, obgleich er mit seinen Schauwerten nur wenige erinnerungswürdige Momente liefert.
Jedoch kommen ihm einige Schmunzeleinlagen und zynische Andeutungen zugute, eine cool-erotische Karina Testa, als auch die in sich runde Aufmachung des kurzweiligen Actioners.
Und wem der Hauptfilm bei zwei, dreimaliger Sichtung nicht langt, kann sich mit dem üppigem Bonusmaterial wie „Zombing-of“ einen unterhaltsamen Untoten-Abend bereiten.
7 von 10