Softcore ist eigentlich eine selten blöde Erfindung, denn entweder wollen Leute expliziten Sex oder lecker Weiber ohne Typen sehen.
Bei diesem Streifen verhält es sich leider so, dass Softsexszenen nicht die Lücken der Story füllen, sondern ein Nichts an Story die Aneinanderreihung langatmiger Fummelszenen zusammenhält.
Eine Gruppe junger Leute um Olivia macht einen Bootsausflug auf einer kanarischen Insel. Während der Kapitän noch vor der Teufelsinsel und dem dort befindlichen Devil of Snakes warnt, seilt sich Olivia eines Nachts zu jener Insel ab…
Kurzum: Wer nicht tierisch auf lahmen Fummelsex im Sonnenuntergang oder am Lagerfeuer steht, sollte seine Erwartungen auf Null runterschrauben, denn in Sachen Horror geschieht hier rein gar nichts, außer der Andeutung einer Zeremonie mit einem Huhn und der nackten Olivia.
Figurenzeichnungen fallen natürlich raus, zumal die jungen Leute ohnehin kaum namentlich erwähnt werden und nach sechs Minuten geht es auch schon los mit den halbnackten Tatsachen.
Da wird mal ein Hinterteil liebkost, mit Hose an gedönert, es kommt zur obligatorischen Lesbenszene (weil eine sich den Fuß verknackst und die andere kühlen muss) und es wird mit Zunge gesubbelt.
Erst drömmelt man auf dem Boot, später vorm Lagerfeuer und am Ende sucht man den Devil of Snakes in seinem Domizil auf, um Olivia aus den Klauen des Bärtigen zu befreien, was natürlich jeglicher Spannung entbehrt.
Immerhin sehen die Darstellerinnen halbwegs passabel und naturbelassen aus, auch wenn sie nicht mehr zur taufrischen Riege gehören. Performen können die natürlich außerhalb der Nacktszenen nicht, was bei den Kerlen noch negativer auffällt.
Glücklicherweise wird beim Nacktkuscheln kaum gelabert, denn die Nachvertonung und die dünnen Stimmchen bereiten noch nicht einmal auf unfreiwilliger Basis Freude.
So hangelt man sich von einer Fummelszene zur nächsten, während der Unterhaltungswert von Minute zu Minute herabsinkt. Da nützt auch der taugliche Score, bestehend aus Klangteppichen und weichen Beats wenig und genauso verhält es sich mit der Kulisse der Insel, welche kaum zur Geltung kommt.
„Die Teufelsinsel“ ist purer Softsex ohne erwähnenswerte Handlung, da kommt weder ein erotisches Feeling auf, noch werden die nackten Tatsachen in irgendeiner Form originell eingefangen.
Horrorfans sollten sich also vom Titel nicht täuschen lassen, denn Horror ist allenfalls die tödliche Langeweile, die sich nach kurzer Zeit breit macht…
1,5 von 10