In der Zukunft sieht die Welt anders aus als heute: Die Menschen kämpfen in einem verzweifelten Krieg gegen Maschinen. Als die Menschen doch tatsächlich das Blatt wenden können, schicken die Maschinen eine Tötungsmaschine, den Terminator (Arnold Schwarzenegger in die Vergangenheit, die Mutter des Anführers der Menschen, Sarah Connor (Linda Hamilton), zu töten, auf dass sie niemals ihren Sohn John Connor gebähren würde. Die Menschen können das natürlich nicht zulassen und schicken ihrerseits den Menschen Kyle Reese (Michael Biehn) durch die Zeit, das Vorhaben der Maschinen zu verhindern.
Der Film lebt von seiner dichten Atmosphäre. Obwohl die Gegenwartswelt ziemlich authentisch wirkt, zeichnet sich ein eher düsterer Stil ab, da die meisten Szenen bei Nacht spielen. Bedrohlich kommt das Ganze aber nur dann rüber, wenn der Terminator auftritt, was nicht zuletzt am tollen Score liegt.
An vielen Stellen fällt zwar das niedrige Budget auf wie zum Beispiel in der Szene, in der der Terminator seine Wunden im Spiegel betrachtet und der Gummikopf arg billig erscheint, bei den markigen Actioneinlagen stört das aber nicht. Diese sind nämlich toll inszeniert und leben von der Figur Arnold Schwarzeneggers, dem man es durchaus abnimmt, dass er schwer zu beschädigen ist. Besonders gut vermag auch die Szene im Parkhaus zu gefallen, in der Reese und der Terminator parallel zueinander fahren und sich gegenseitig Saures mit den Schrotflinten geben. Dass die beiden nie Nachladen müssen, kommt irgendwie schon komisch rüber, doch lässt es sich verkraften.
Der Aufbau hilft der innovativen Story anfangs mit mehreren Handlungsebenen auf die Sprünge, die aber noch nicht so perfekt miteinander verwoben sind wie im Nachfolger. Trotzdem wird von den verschiedenen Figuren ein glaubhaftes Bild aufgebaut und man hat nur selten das Gefühl, dass einer der Charaktere zu kurz kommt. Die Szenen auf dem Polizeirevier sorgen für eine Portion Alternanz, sind aber zu kurz gehalten, als dass sie den Polizisten genügend Charaktertiefe einhauchen könnten. Das Setting wirkt etwas schlecht integriert und lenkt den Fokus vom eigenentlichen Geschehen unnötig ab. Rechtfertugen kann man die Implentierung dennoch, da ja bekanntlich nichts ohne die Polizei läuft und das Geschehen plausibler wird. Ab dem Aufenthalt von Sarah Connor und ihrem Beschützer auf dem Revier ist der Schauplatz aber sehr stimmig und mit den psychologischen Analysen von Reese wird man delikat unterhalten. Dramaturgisch rechtfertigt sich die Wahl des Polizeireviers als Schauplatz allemal, da der Terminator mit seinem Niedermetzeln des "Freund und Helfers" an einem vermeintlich sicheren Ort natürlich ordentlich an seiner Gefährlichkeitsschraube dreht und die Lage für den Zuschauer und die Protagonisten um einiges verzweifelter erscheint.
Bis zum genialen Showdown hat die Story nach diesem Intermezzo jedoch einen etwas planlosen Touch. Jene Planlosigeit untermauer aber widerum die verzweifelte Lage und langweilig wird der Film hier sowieso nicht. Dafür sorgen auch wieder schön (wie auch schon vorher im Film) die tollen Flashbacks in die Zukunft, die atmosphärisch nochmal um einiges düsterer sind und dem niedrigen Budget zum Trotz erstaunlich glaubhaft erscheinen.
Die Darsteller sind auch gut gewählt. Arnold Schwarzenegger ist geradezu prädestiniert für eine derart emotionlose und wortkarge Rolle; nicht, weil er ein schlechter Schauspieler ist, sondern er ja bekannterweise seine linguistische Fähigkeiten noch nicht auf dem richtigen Niveau hatte. Linda Hamilton finde ich persönlich noch nicht derart überragend, was aber auch etwas an ihrer hilflosen Rolle liegen kann. Im zweiten Teil jedoch blüht sie geradezu auf, was ein weiteres Indiz für meinen Verdacht ist. Das Gegenteil ist nämlich bei Michael Biehn der Fall, dessen Figur durch die pessimistische Zukunft gezeichnet ist und mit der innigen Liebe zu Sarah Connor durchaus mehr Facetten bekommt. Michael Biehn spielt sehr motiviert und überzeugend.
"Terminator" ist ein einzigartiges Zeugnis eines Cameron-Streifens mit niedrigem Budget. Nicht so verschwenderisch austaffiert wie sein Nachfolger, "Aliens" oder "Titanic", besitzt der Film einen eigenen, sehr rauhen Charme. Die interessanten Charaktere, die dichte Atmosphäre und die skrupellose Action entschädigen durchaus für einige Hänger und andere Mankos. Insgesamt also eine Meilenstein im Actiongenre.