Los Angeles im Jahr 1984: Die Welt ist noch in Ordnung für die junge Kellnerin Sarah Connor (Linda Hamilton), bis eines Tages zwei Zeitreisende aus dem Jahr 2029 auftauchen. In dieser Zukunft ist die Welt ein dunkler Ort, das Computerprogramm Skynet hat die Kontrolle über alle Menschen. Dieses Programm hat nun einen sogenannten Terminator (Arnold Schwarzenegger) in die Vergangenheit gesandt, um Sarah zu töten, damit ihr Sohn, der Rebellenanführer der Menschen John Connor, niemals geboren werden kann. Ein zweiter Zweitreisender, der Mensch Kyle Reese (Michael Biehn), versucht mit allen Mitteln, Sarah zu beschützen. Ein erbarmungsloser Kampf zwischen Mensch und Maschine beginnt...
Gemessen an den vorhanden Mitteln ist "Terminator" wohl der beste Cameron-Film. Aus einem mickrigen Budget entstand ein Werk, das damals den Charme eines B-Movies hatte und heute absoluter Kult ist. Die Atmosphäre ist unerreicht und kann einen auch heute noch eine Riesenangst einjagen. Das Bild von einer möglichen Zukunft ist dunkel, dreckig und düster, aber eben doch erschreckend real. Das Amerika der 80er wurde auch nicht optimistischer inszeniert, Trostlosigkeit wohin man blickt.
Von der Atmosphäre schon gefesselt, wird der Zuschauer von der Hetzjagd zwischen Mensch und Cyborg endgültig Herzrasen bekommen. Ein ungleicher Kampf, erscheint der Terminator in Form von Schwarzenegger doch zu jeder Zeit überlegen und alles beherrschend. Seine Auftritte sind jedes Mal angsteinflößend, er besitzt eine durch und durch erschreckende Aura. Aus den Kämpfen resultieren gewaltige Materialschlachten, die bis dato im Kino wohl noch nicht gesehen wurden und die auch heute noch furios wirken. Allerdings sind die Effekte nun schon reichlich angestaubt, als der Terminator zum Schluss nur noch ein Haufen Blech ist, sieht das schon recht gekünstelt aus. Der Showdown ist im übrigen einer der beeindruckendsten der Filmgeschichte, manifestiert sich doch hier der Eindruck vom unzerstörbaren Terminator, der erst nach zahlreichen Explosionen und Feuersbrünsten den Geist aufgibt. Darüber hinaus ist das Ende ähnlich traurig und einprägsam wie beim Nachfolger, woran die vorhergehende Romanze, die tragisch endet, einen beachtlichen Anteil hat. Leider kann die Liebesgeschichte bei mehrmaligem Sehen schon ein Gähnen verursachen. Einen befriedigenden Schluss findet man bei "Terminator" sicher nicht, das Ende bleibt offen und hinterlässt beim Zuschauer ein äußerst ungutes Angstgefühl.
Für Schwarzenegger ist das natürlich eine Paraderolle. Damit wurde er nach dem beachtlichen Erfolg von "Conan der Barbar" endgültig eine Legende. Bis heute noch ist sein Auftritt ein Synonym für angsteinflößende Kaltblütigkeit, aber auch für Coolness. Davon geht übrigens in der englischen Synchro ein beachtlicher Teil verloren, denn Arnie hatte bei seinen Hollywoodanfängen einen ziemlich unfreiwillig komischen Österreicherdialekt. Viel muss er aber auch nicht sagen, dennoch reicht selbst eine dauerhaft starre Mimik aus, um genug Ausstrahlung zu besitzen, die ihn zur Kultfigur machten.
Auch heute noch lastet dem Film das Klischee der Gewaltverherrlichung an, was absolut blöder Quatsch ist. Der Film ist sicherlich brutal, gehört aber langsam neu geprüft, der könnte bei heutigen Standards meiner Meinung nach ohne Probleme als FSK 16 durchgehen. Die Brutalität ist niemals reiner Selbstzweck, sondern notwendig, um den Terminator kaltblütiger wirken zu lassen. Des weiteren sieht man viele Einschüsse auch gar nicht, was die Schnitte der Fernseh- bzw. Videofassung ziemlich unnötig erscheinen lassen. Übrigens kann man die Pro 7 Fassung immer noch empfehlen, die Schnitte halten sich hier in Grenzen, bloß vom 16er Tape ist abzuraten. Für perfekten Genuss sei jedem zur Special Edition von MGM auf DVD geraten, die völlig ungekürzt ist (auch die legendäre Selbstoperation ist komplett) und mit einer Menge an Extras aufwartet.
Gesehen haben muss man ihn so oder so, denn das ist einer der wegweisenden Science-Fiction-Thriller der 80er. Ein Kultfilm mit einer Kultfigur als Hauptdarsteller, dessen Atmosphäre auch heute noch beispiellos ist. Für das geringe Budget ein echtes Meisterwerk, das in keiner ordentlichen Filmsammlung fehlen sollte!