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Police Detective Joe Bomowski ist fix und fertig: seine Mutter kommt zu Besuch. Kein Grund zur Freude, denn Mami ist ein ganz besonderes Kaliber. Energisch mischt sie sich in alle Dinge ein, die sie absolut nichts angehen. Zu allem Überfluss wird sie zufällig auch noch zur einzigen Zeugin in einem wichtigen Mordfall und nimmt die Aufklärung gleich selbst in die Hand.
Wenn Actionstars sich auf das Gebiet der Komödie begeben, ist eigentlich noch nie was gescheites bei rumgekommen. Zumindest Stallone hat mit Demolition Man schon eine Art Ausnahme in seiner Biographie, aber die Betonung lag doch deutlich auf der Action. Stop oder meine Mami schießt ist dann doch deutlich spaßorientierter, aber leider auch fader ausgefallen.
Hauptgesichtspunkt des Films ist der Konflikt eines mit seinem Leben zufriedenen Cops, dessen resolute Mutter zu Besuch kommt und sein Leben auf den Kopf stellt, nachts um 3 staubsaugt und generell an allem etwas zu mäkeln hat (und ich hätte sogar Verständnis gehabt, wenn er sie in ein Hotel ausquartiert hätte). Klar das sich die beiden gen Finale aussöhnen, best buddies werden und die debilen Gauner zur Strecke bringen.
Zugegebenermaßen sind einige Sprüche und Situationen recht komisch ausgefallen und eine kleine alte Frau mit ner dicken Knarre in der Hand ist ja per se komisch, aber vielmals wirken die Konflikte arg repetitiv. Auch die miteingebaute Love Story wird etwas überstrapaziert, so daß die funktionierenden Gags doch leider in der Minderheit sind. So fließt die leichte Actionkomödie so dahin und Stallone darf sich zum Affen machen (bewahrt aber doch Würde), ohne sonderliche Höhepunkte oder Totalaussetzer. Die Darsteller machen dabei ihre Sache ordentlich, besonders Golden Girl Estelle Getty hat sichtlichen Spaß als leicht senile, aber liebenswert schrullige Mama. Gebraucht hätte es diesen Film aber nicht wirklich.
5/10

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