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COCONUTS ist ein österreichischer Actionfilm, wovon es wahrscheinlich nicht allzu viele gibt, und somit grundsätzlich schon mal recht interessant. Das Werk von Franz Novotny ist nicht ohne einen gewissen kuriosen Reiz, vor allem wenn man Wiener Akzent mag und keine Abneigung gegen Explosionen und ein gewisses Maß an Klamauk hat. Die Besetzung enthält recht bekannte Gesichter, zu nennen wären etwa Austro-Popper Rainhard Fendrich, Schmalzbacke Mario Adorf und die einst viel beschäftigte B-Actrice Olivia Pascal. Der Hauptdarsteller Hanno Pöschl ist wohl etwas weniger bekannt. Die Handlung ist größtenteils bewusst ziemlich abgefahren, was man schon an dem Leitzitat erkennen kann: "Immer flattern die Banknoten weg - wie soll man da reich werden?"
Die Figuren sind ebenfalls relativ skurril, wobei allerdings Olivia Pascal nicht viel mehr zu tun hat, als hin und wieder mal ein bisschen nackte Haut zu zeigen. Auch sonst hat der Film einen recht eigenen Humor, z. B. steht in einer Zeitung, die eine für die Handlung wichtige Meldung enthält, auch die Schlagzeile: "In USA Kätzchen ohne Arschloch gezüchtet". Solche Details machen einen Film liebenswert. Leider tendiert der Film vielfach auch in Richtung Albernheit, was dann wieder stören kann, z. B. was die Darstellung von Rainhard Fendrich als schwuler Künstler angeht.
Das montierte Titelbild auf der DVD von cent-entertainment vermittelt ein falsches Bild von dem Film, denn mit harter Action hat man es hier keineswegs zu tun, wenn auch hin und wieder mal ohne besonderen Grund ein Auto in die Luft fliegt. Von daher ist auch die 18er-Freigabe völlig unbegründet.
Trotzdem könnte der Film für Freunde von Österreich und Rainhard Fendrich (der im Film auch als Sänger auftritt - hätte eigentlich noch ausgebaut werden können) mit Vorliebe für Seltsamkeiten interessant sein.

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