"Drive-In Massacre" ist kein sonderlich toller Slasher, der Mitte der 70er Jahre das Licht der Welt erblickte.
Ganz zu Beginn entführt uns Regisseur Stu Segall in ein Drive-In Kino. Der Aufenthalt im Autokino ist aber nicht von langer Dauer. Segall redet nicht lange um den heißen Brei herum, sondern es geht gleich zur Sache. Er lässt seinen Drive-In Killer ein junges Pärchen ermorden. Die beiden wollten sich gerade Nachswuchs zulegen, dazu kommt es jedoch nicht mehr. Ihm wird der Kopf abgehackt und sie wird erstochen.
Der durchschnittliche Mörder in einem Slasher ermordet Teenager egal welchen Alters oder Geschlechts. Der Drive-In Killer ist keiner von dieser Sorte. Er macht gezielt Jagd auf junge Pärchen, die in einem Autokino abhängen und sich lieben. Die Detectives im Film reden zwar von Kindern, im Grunde sind die wenigen Opfer in "Drive-In Massacre" aber alle junge Erwachsene.
Segall hat sich für seinen Killer ein altes Autokino ausgesucht. Ein Drive-In Kino ist kein schlechter Schauplatz für einen Slasher wie diesen, doch was nützt das ohne den dazu gehörigen Bodycount? Außerdem verbringen wir ja nicht sonderlich viel Zeit in dem besagten Autokino in dem die jungen Menschen umgebracht werden. Die meiste Zeit begleitet der Zuschauer 2 Detectives die versuchen die Morde aufzuklären. Das ist nur leider nicht besonders spannend. "Drive-In Massacre" ist ein Slasher und einen solchen sieht man sich wegen den vielen Morden und dem Blut an und nicht wegen 2 Polizisten die einen Mörder suchen. ´
Ich würde den Film also nicht als typischen 08/15 Slasher bezeichnen. Deshalb ist "Drive-In Massacre" aber noch lange nicht gut.
Bevor ich mir den Film ansah dachte ich an einen blutigen Slasher, einen Horrorfilm in dem ein Killer sämtliche Besucher eines Autokinos umbringt. Dafür sorgt erstens die Tatsache das "Drive-In Massacre" verboten ist und außerdem das kleine Wörtchen Massaker. Leider hält der Film nicht das was er verspricht. Wenn gemordet wird dann mit Blut, wenn auch nicht übermäßig, ein Verbot rechtfertigen diese handvoll recht blutiger Morde aber noch lange nicht. Es ist schon erstaunlich das die meisten Filme, bei denen das Wörtchen Massacre im Titel steckt, zumeist recht unblutig sind. Das Musterbeispiel dürfte wohl Tobe Hoopers "Texas Chainsaw Massacre" sein. "Drive-In Massacre" ist leider auch nicht viel blutiger.