Review

Eigentlich sind Selbstjustiz-Filme mittlerweile so ausgelutscht wie ein Calippo-Eis. Dennoch sollte man "Gesetz der Rache", trotz seiner Banalität, nicht allzu sehr unterschätzen. Denn obwohl die Story sehr löchrig und zum Teil große Schwächen hat, kann dieser Streifen vor allem durch eines überzeugen : Die Schauspieler. Gerard Butler liefert wirklich einen genialen Schurken ab. Man darf nur nicht den Fehler machen und mit Butlers Rolle sympathisieren, denn das was er hier im Film zum Teil vom Stapel lässt ist absolut verabscheuend. Nichtsdestotrotz muss man seine schauspielerische Leistung hier hoch loben, nach "300" sicherlich seine beste Rolle. Der andere tolle Schauspieler ist Jamie Foxx, der die Rolle des Anwalts und Familienvaters sehr glaubwürdig rüber bringt. Auch sein Wandel im Laufe des Films war gut inszeniert und hatte dadurch besonders nette Twists mit Butler. Leider ist wie bereits erwähnt die Story ein großer Schwachpunkt. Viel zu häufig wird der Bogen überspannt und einige "Taten" von Butler wirken schlichtweg unglaubwürdig. Zusätzlich wurde mir Gerard Butler viel zu sehr als "Held" dargestellt, oder das seine Taten irgendwie gerechtfertigt sind, denn Butler ist eigentlich nichts weiter als der typische "Rache-Psychopath" mit Köpfchen. Am Ende wirds dann noch teilweise sehr albern, wo man sich einfach nur, frei nach Atze Schröder, denkt : "Ja ne, is klar!". Auch das Ende an sich ist absolut platt und enttäuschend, die ganze Zeit wartet man darauf, dass endlich die Bombe platzt und irgendwas unvorhergesehenes passiert. Leider wartet man darauf vergeblich, das Ende ist somit ein tierisches Ärgernis, was aber durch die starke erste Hälfte und durch die EXTREM guten Schauspieler wieder etwas ausgebügelt wird.

Fazit : Mit zwei zugedrückten Augen geht der Film gerade noch als "Empfehlung" durch, was aber ganz klar den Schauspielern Jamie Foxx und Gerard Butler zu verdanken ist. Es gibt deutlich bessere Filme dieser Art.

7/10

Details
Ähnliche Filme