Review

Ein Film der polarisiert. Also entweder ist man weggeschossen von der zynisch-brutalen-cleveren Story oder man findet es gegebenenfalls schon etwas übertrieben und unrealistisch. Also ich fand mich aufgrund der unglaublichen Wendungen schon sehr gut unterhalten, habe aber auch das ein- oder andere Mal gedacht, ob man hiermit nicht auch fast in das phantastische Filmgenre wechselt. Weniger wäre hier noch mehr gewesen. Auch das Ende passt meines Erachtens nicht zum dem sonst alles andere als weichgespülten Psycho-Thriller.

Dabei fängt alles wirklich vielversprechend an und die Kontrahenten Nick Rice (Jamie Foxx) und Clyde Shelton (Gerard Butler) geben sich nichts in der jeweils prägnaten Darstellung von Gut und Böse. Auch die FSK wird erfreulicherweise arg strapaziert und man fühlt sich anfangs manchmal fast von den Folterszenen her in einem Teil von SAW wieder. Nur sind die Bilder viel stärker, reifer und gekonnt zynischer und nicht wirklich selbstzweckhaft. Eine Wendung folgt der nächsten und steigert die letzte nochmal in ungeahnte Höhen.

In manchen Teilen des Films kratzt er vom Faktor der Spannung und dem Verlauf der Geschichte her zumindest an der Vorgartentür eines SE7EN. Aber im letzten Drittel will GESETZ DER RACHE so wirklich alle Regeln brechen und wird fast zum Superhelden Movie in Bezug auf die Leistungen, Taten und Vorkehrungen die ein Mann überhaupt in begrenzter Zeit schaffen kann. Und da will ich noch gar nicht mal von logischen Schwächen oder der natürlichen Begrenztheit auch der heutigen Technik sprechen das Gesehene wirklich umzusetzen. Die Diskussion inwieweit eine Justiz eines demokratischen Landes sind wirklich auf solche Spielchen einlässt würde hier völlig den Rahmen sprengen. Was übrigbleibt ist dennoch hochkarätiges Popcornkino, das Seher härterer Thriller nicht verpassen sollten.

7/10 Punkten

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