Die Ehe ist ein Kreuz, das manch einer zu tragen hat. Sind die Kinder erst aus dem Haus, dann wird die Situation noch angespannter. Da mischt man sich gerne einmal Körpersekrete unters Essen und zeigt dem gefesselten Partner, dass einem eben nicht die Sonne aus dem Arsch scheint, sondern dass der für etwas ganz anderes benutzt wird. Da ist guter “Rad” teuer.
Nachdem ich Ittenbachs ersten Ausflug ins Komödienfach erstaunlicherweise sogar ganz gut fand, kann ich das von der Fortsetzung leider nun gar nicht mehr behaupten. Er schafft es nämlich die gelungenen Szenen von dort wie die brutale Kindererziehung (wurde gänzlich gestrichen) oder den anfangs witzigen Eheberater durch mäßig ulkige Vertreter zu ersetzen, oder findet es jemand lustig, wenn Osama mit sächselndem Dialekt über seine Erdnußunverträglichkeit daher faselt.
Stattdessen schien vielmehr die Prämisse gewesen zu sein den Ekelfaktor in unentdeckte Höhen zu treiben, sich sämtlichen Sabber aus allen vorhanden Körperöffnungen zu kratzen und dem Partner irgendwie oral einzuführen. Sorry, aber hier übertreibt es der gute Olaf doch deutlich und das Ganze wirkt die meiste Zeit doch ziemlich wie primitive Pennäler-Phantasien.
Natürlich gibt es auch wieder die gelungenen Momente, wie beispielsweise das Schicksal des Neugeborenen oder die Fußball Episode, aber sobald man vorsichtig zum Grinsen ansetzt, wird dann doch nur wieder gleich in den Mund gekackt oder ähnliches. Immerhin ist der zweite Ritt durch das Ittenbachsche Familienleben mit 70 Minuten recht sozialverträglich kurz ausgefallen, aber ein dritter Teil, der dann vermutlich im Seniorenheim angesiedelt wäre, muß nicht wirklich sein.
3/10