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Das war echt hart, einer der Filmerlebnisse die definitiv heftig anzusehen sind, geht an die Substanz - aber leider nicht aufgrund des Inhaltes, sondern nur alleine deswegen, weil sich offenbar sämtliche Filmpraktikanten der Erde an diesem Machwerk ausgetobt haben. Wenn man es nicht selbst gesehen hat, dann glaubt man es kaum: Splitscreens, Handkamera, Wackelkamera, Farbfilter, Zeitraffer, Zeitlupe, Stroboskop-Schnitte, Flashbacks, Third-Person-Perspektive, absichtliche Jumpcuts, Firtsperson-Perspektive, Rückblenden, Weichzeichner usw. usf. Wirklich alles was irgendwie nerven kann wurde hier in diesen Film gepackt, in gemischter Reihenfolge, wild kombiniert und teils unglaublich dicht aneinandergereiht. Kopfschmerzen sind garantiert!

Lohnt das alles wenigstens für den Inhalt des Films? Nein - die Story ist so dünn wie nur denkbar: Einsamer Typ in postapokalyptischer Umgebung will irgendwo hin, erst allein, dann zu zweit.

Das wars an Story, mehr ist da nicht. Selbstverständlich alles garniert mit den üblichen Endzeit-Anleihen, hier hauptsächlich (und natürlich) "Mad Max" und auch ein wenig "Der Junge und sein Hund". Derbe Actionszenen gibt es kaum und wenn es doch mal zur Sache geht wirkt es eher amateurhaft bis clownesk - und wird auch dann wieder durch irgendeinen der zahlreichen "Film-Effekte" gestört.

Letztendlich habe ich 4 Anläufe gebraucht den Mist zu Ende zu sehen und als ich es geschafft hatte, wurde ich dann lediglich noch mit einem der sinnlosesten Filmenden seit langer Zeit belohnt.

Ächz.

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