Es ist schon ein wenig verwunderlich, dass gerade Universal solch eine Trashgranate vermarktet, zweitens dass "Convent" auf dem Fantasy Filmfest im Jahre 2000 so positiv bewertet wurde. Bei mir schlich sich der selbe, sehr seltene Fall, wie bei "Hardware" ein. Beim ersten Mal ansehen konnte ich mit diesem B-Film kaum etwas anfangen, beim zweiten Mal machte er aber richtig Spass und das auch ohne Alkohol.
Regisseur Sam Mendez (Killers, Masters of Horror) verzapfte diesen Mist, laut Hülle der VHS Kassette wird er schon mit Tarantino verglichen, was aber wirklich weit hergeholt ist, gar schon lächerlich wirkt. Auch da dieser 76 Minütige Film an Ideenlosigkeit kaum zu überbieten ist. Ein paar trottelige Teens öffnen die Pforten der Hölle und erwecken ein paar Dämonen.
Die Vorgeschichte dazu. Vor vierzig Jahren richtete Christine (Adrienne Barbeau) im St. Francis Mädcheninternat ein Massaker an. Sie metzelte alle Nonnen, samt Priester nieder, seitdem lebt sie in kompletter Abgeschiedenheit. Auch kursiert die Legende, dass die Geister der Ermordeten immer noch durch das Kloster spuken. Im Hier und Jetzt trifft Clorissa (Joanna Canton) mit ihrer Clique in der mittlerweile leerstehenden Schule ein. Leider haben sich dort auch ein paar Satansanbeter verkrochen, die mit Hilfe eines jungfräulichen Opfers die Dämonen erwecken.
Doch bis dahin lässt Mendez uns erst ein wenig durchschnaufen. Nach dem anfänglichen Nonnenmassaker lernen wir im Schnelldurchlauf die uninteressanten Teenies kennen. Man ist den Klischees entsprechend nur darauf aus möglichst viel Dope zu rauchen, oder sich gegenseitig an die Wäsche zu gehen. Immerhin ein paar Sprüche des Brachialhumors regen zum Schmunzeln an. Doch es fällt Mendez schwer die richtige Mischung aus Horror und Humor zu finden. Nur selten kommt ein wenig Spannung auf, obwohl die Masken der dämonischen Nonnen recht gruselig ausfallen. Auch die Kulisse setzt Mendez atmosphärisch in Szene. Die alte Mädchenschule liegt weit ab vom Schuss, drum herum wabert der Nebel. Innen sind die Räume komplett verfallen, reichen aber aus für eine blutige Hetzjagd zwischen Dämonen und Teenager.
Erst werden die Opfer getötet, dann sind sie selbst von Dämonen besessen. Dies geschieht nicht zimperlich. Da werden Zungen, oder auch Geschlechtsteile abgebissen, fleissig abgestochen, oder gar ganze Köpfe zerquetscht. Wie die Masken, sind auch die Goreeffekte nicht von schlechten Eltern. Im Finale werden dann die gesamten Dämonen von Christine und Clorissa mit Hilfe von einer Machete, AK-47, nebst Pumpgun zu Geschnetzeltem verarbeitet. Blutigste Einschüsse, Köpfe werden abgeschlagen, das zu rote Blut fließt literweise. Trashfans wird diese Schlachtorgie wirklich begeistern, auch hält "Convent" das hohe Tempo bis ins Finale durch und punktet nebenbei noch mit ein paar derben Zoten. Aber es mangelt stets an Spannung und die Leistungen der Darsteller lassen schon zu wünschen übrig.
Störend bei der ganzen Sache ist der Score. Während die Titelmelodie noch passabel klingt, bekommen wir später Hardcore-Technosounds um die Ohren gehauen. Auch setzt Mendez verstärkt auf Stilmittel, welche stets fehl am Platz wirken.
Dumm wie Brot, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten. Man sollte dennoch ein wenig hartgesotten sein, um hier Kurzweil zu finden. Es lässt sich kaum eine Story ausmachen, die Charaktere sind komplett uninteressant, Spannung wird größtenteils vermisst. Trotzdem passiert ständig etwas und "Convent" nimmt sich in keiner Szene ernst. Purer Trash.