Eine junge Frau im "Pulp Fiction"-Stil richtet in einem Convent ein Massaker an, die Geistlichen werden zunächst mit einer Baseballkeule verdroschen, mit Benzin übergossen und angezündet und wer sich noch bewegt, wird mittels Pumpgun ins Jenseits befördert. Was für ein grandioses Opening ! Die Legende von der mordenden Hexe Christine hält sich in der Gegend hartnäckig, trotzdem müssen einige Teenies nachts in das verlassene Kloster einbrechen, um sich dort zu vergnügen. Nichts neues mag man meinen, wenn sich die Protagonisten paarweise und abenteuerlustig durch das dunkle Gebäude tummeln. Doch werden dann ein paar Gruftis, die, eine Satansmesse improvisierend, ihren Weg kreuzen, noch herrlich der Lächerlichkeit preisgegeben. Die dümmliche Dämonenbeschwörung der Unwissenden, ist genau die Vorführung, die solch aufgestylte Scharlatene brauchen. Aus Dummbatzigkeit erwecken sie dämonische Zombies, die sogleich hinter den Lebenden her sind. Das Gemetzel ist zunehmend blutig, da muss der eine oder andere Kopf dran glauben und die Kunstblutpumpen haben einiges zu tun. Als dann noch Christine höchstpersönlich in das Spiel kommt und die damals im Kloster unfreiwillige Abtreibung von ihrem Baby bekannt wird, gewinnt die zunächst billig anmutende Geschichte noch ein wenig an Substanz, ebenso wie der Showdown, der den typischen Stempel von Mike Mendez trägt. D.h. Action und reichhaltige Splattereffekte gepaart mit einer Menge Humor und einigen überraschenden Wendungen. Zugegeben, nicht alles ist wirklich witzig, doch als Partyfilm ist "Convent" durchaus geeignet und dass sich der Film nicht ernst nimmt ist geradezu erfrischend zwischen diversen möchtegern bösen Beiträgen des Genres. Wen interessiert da noch , wie bekloppt die Teenietwens mal wieder sind, dass die, wie in fast jedem Horrorfilm der letzten 20 Jahre, bloß saufen, kiffen und vögeln kann ja auch keinen Schauspieler besser machen. Einige werden sich vielleicht an dem Zombieoutfit stoßen, da hier die Adern, Augen etc. mittels Neonfarben und Schwarzlicht in Szene gesetzt wurden. Das gleiche gilt für das Zombieblut, das im Finale reichlich fließt, jedoch ebenfalls neonrot leuchtet. Die Schauspieler sind Durchschnitt, jedoch für eine Splatterkomödie ausreichend, hervorzuheben sind da höchstens die Auftritte von Rapper Coolio als cholerischer Polizist, wo gibt es sonst auch schon kiffende Bullen als Schmunzler.
Fazit: Schräge Splatterkomödie, die Zombies im neuen (Schwarz-)Licht erscheinen lässt. Tip: Bier raus und rein mit dem Trash, denn nirgendwo werden Nonnen so ausgedehnt zur Strecke gebracht. 7/10 Punkten