Normalerweise geht mir die Wong Jing'sche Holterdiepolter- Mischung aus Klamauk und Action ziemlich auf den Geist.
Denn meistens paßt beides nicht zusammen. Aber diesmal hat es funktioniert, und zwar besser als beim ähnlich aufgezogenen "City Hunter".
Die Actionszenen - eine ausgewogene Mischung aus Martial Arts und Shootouts - sind von Corey Yuen top inszeniert.
Und die Gags, sonst Schwachpunkt bei Wong Jing, sind hier einmal wirklich zum Schreien. Daß der Streifen Jackie Chan arg angreift... wen das stört. Mich nicht so sehr.
Jacky Cheung als eitler Gockel war auch top. Zum Brüllen komisch. Und erst, als er in der Bruce Lee-Pose rumturnte. Jet Li' s wahre Fähigkeiten wurden leider etwas vernachlässigt. Es gab zwar einige Kostproben seines Könnens, aber das Wahre war das wohl nicht. Keine Ahnung, wer den Bösewicht spielte... aber der war auch eher blaß. Dort hätte es eines Besseren bedurft. Und leider war auch der Showdown recht lasch.
Kurz vorher krachte noch ein Hubschrauber in einer eindrucksvollen Szene in das vollbesetzte Hochhaus, komplett mit wirbelnden Rotoren und umherfliegenden Körper(n)/-teilen.
Aber das Ende sah dann so aus, daß der Gute ganz simpel die Bombe entschärft, und der Böse noch simpler an einer Vergiftung stirbt. Das war ja wahnsinnig aufregend.
Ansonsten hat man mit "High Risk" eine dröhnende Unterhaltungsexplosion, die seinesgleichen sucht. Der gelungenste Wong-Jing-Film bisher... Aber Originalversion sehen, nicht die deutsche Veröffentlichung.