Ausnahmsweise handelt es sich nicht um ein Remake des gleichnamigen Streifens mit Winona Ryder, auch wenn ein Hexenkult am Rande mitmischt.
Allerdings gelingt es Autor und Regisseur John Michael Elfers mit seinem Langfilmdebüt nicht, die Dämonengeschichte wie aus einem Guss aussehen zu lassen.
Sean, der älteste Sohn der Familie Michaels strangulierte sich offenbar im religiösen Wahn, doch seine Mutter Helen findet in seinen Hinterlassenschaften Hinweise auf den Einfluss eines Satanskultes. Derweil nimmt Tochter Kate die Hauptrolle in einem Theaterstück ein und auch hier vermutet Helen einen Zusammenhang mit dem merkwürdigen Kult...
Das Angenehme an der Inszenierung ist seine beinahe altmodisch anmutende Unaufgeregtheit, da er in vielen Belangen an große Vorbilder der Siebziger und Achtziger erinnert. Zwar werden einige Farbfilter zuweilen ein wenig zu intensiv eingesetzt, doch das Ausbleiben moderner Technik und die Bodenständigkeit der teils atmosphärischen Settings ist durchaus positiv zu verbuchen.
Allerdings birgt die Geschichte keinerlei Innovationen, da die Sache mit dem Satanskult und einer groß angelegten Verschwörung bereits einige Male in ähnlicher Form erzählt wurde und demgegenüber zu wenige Schockmomente geliefert werden. Eine schwarz gekleidete Frau mit einer Krähe auf dem Friedhof und ein paar Geisterfratzen, welche mittels CGI solide ins Spiel geworfen werden bieten auf Dauer zu wenig Abwechslung, während die Nachforschungen Helens fragmentartig und zum Teil etwas willkürlich daherkommen.
So ergeben sich zwar einige atmosphärische Momente, doch das Rätsel um den Kult gerät zu keiner Zeit wirklich spannend, da einerseits zu wenige Hintergründe zum Miträtseln zur Verfügung stehen und andererseits keine direkte Gefahr greifbar scheint. Einige Male ist zwar der "Sammler" gemeinsam mit einigen Dämonen zu sehen, doch erst im letzten Drittel müssen die Figuren um ihr Leben kämpfen, was zum Finale immerhin einigermaßen unterhaltsam ausfällt.
Ansonsten werden Spiegel schwarz gefärbt oder zerstört, ein sich ausbreitendes Feuer wurde sehr versiert eingefangen, eine Handvoll Flashbacks und Visionen fügt sich gut ins optische Gesamtbild und auch die Mimen performen eher überdurchschnittlich.
Demgegenüber vermag die Story kaum zu fesseln und auch wenn ein paar stimmungsvolle Momente auszumachen sind, so erscheint diese über weite Strecken vorhersehbar und komplett überraschungsfrei, während bis auf eine Szene kein Blutvergießen auszumachen ist.
Passable Ansätze sind vorhanden, doch dem Gesamtwerk mangelt es deutlich an Kreativität und mitreißenden Momenten.
4 von 10