Ole Bornedal nimmt uns wieder mit auf eine Reise durch die dunklen Abgründe der Gesellschaft. Anfangend wie ein netter Familienfilm mit all seinen kleinen Querelen und Problemchen, beginnt sich der Film nach einer Weile schlagartig zu drehen und verpaßt dem Zuschauer einen optischen Schlag in die Magengrube. Jeder ist böse. Bei einigen brauch es wenig, bei anderen mehr, um das Tier herauszulassen, aber irgendwann zeigt jeder sein wahres Gesicht.
Wenn dies passiert, verwandelt sich die Kinoleinwand, das Dorf, die einsame Hütte im Film in ein erbarmungsloses Schlachtfeld, von dem es kein Entkommen der Unschuld gibt. Massenhysterie par exellence treibt die Gesellschaft an den Rand des Abgrunds und ehe sie sich's versehen, stürzen die ersten schon unabkehrbar kopfüber herunter.
Ein sehr unangenehmer Film, der - so man noch ein wenig Anstand im Leib hat - weh tut, nicht mehr und nicht weniger. Glücklicherweise gibt es keine plakative Gewalt zu sehen und die Strafe für begangenes Unheil folgt auf dem Fuße.
Ein richtig guter, dennoch sehr schwieriger Film!
8/10