Welch eine Kombination !
Produktion: David Lynch
Regie: Werner Herzog
1+1 ergibt hier aber leider nicht 3, sondern meines Erachtens nur eine 4/10 in der Gesamtbewertung. Durch viele schräge Arthouse Filme geschult ist das setup des Streifens ansich erfrischend anders und in jedem Sinne ungewöhnlich. Auch spielt Willem Dafoe mit was theoretisch noch eine weitere Aufwertung beinhalten könnte. Auf einer wahren Begebenheit beruhend (müsste man mal rescherchieren....?) dreht der Sohn einer älteren Frau durch und die Polizei findet ihn in dem Haus vor mit 2 Flamingos und einem Samuraischwert und er droht 2 Geiseln zu töten. Willem Dafoe als der Polizist, dazu kommt noch seine Verlobte (Chloe Sevigny) und der stets famose Udo Kier als Theater Regisseur und alle zusammen versuchen die Tat zu klären.
Wenn das nicht schon ein wenig irre klingt.....und die zwei o.g. Regie-Koriphäen sollten doch dazu in der Lage sein etwas angenehm- oder wenigstens extrem unangenehm-sehbares daraus zu machen. Der Protagonist Brian spielt zwar schön verstörrt aber die einzelnen Teile passen wirklich nicht zusammen und es entsteht das Gefühl einer Film-Jamsession in der die einzelnen Teile nicht gut passen bzw. abgestimmt sind.
Udo Kier spielt seine B-Rolle wie immer sehr überzeugend und wie fast immer alle anderen an die Wand. Von der Grundstruktur extrem unspannend gefilmt und mit wirklich nur ganz wenigen schrägen oder unerwarteten Elementen quält man sich durch den Film und wartet auf den kongenialen Handstreich oder ein Zeichen von Herzog oder Lynch, wird dabei aber mehr als enttäuscht.
Wer überzeugendes von Herzog oder Lynch sehen will denke ich weiss wo er hin greifen sollte. Hierhin jedenfalls nicht, es reicht für mich LEIDER nur für eine schwache
4/10 Punkten.