In der Stadt Nome in Alaska geschehen seit den 60ern eigenartige Dinge. Immer wieder berichten Menschen von ihren Schlafproblemen und einer Eule, die sie angeblich nachts gesehen haben sollen. Manche Menschen verschwinden und tauchen wieder auf, andere bleiben verschwunden. Sogar das FBI hat dort schon oft ermittelt, bisher aber ohne Ergebnis. Nach dem Tod ihres Mannes, der an den Fällen forschte, übernimmt die Psychologin Dr. Abigail Tyler die Untersuchungen. Sie versucht Hypnose bei den Patienten. Diese verkraften die Erlebnisse, die sie in Wahrheit erlebt hatten, nicht.
Mit der vierten Art der Begegnung mit Außerirdischen, nämlich dann, wenn sie sich ein paar Menschlein entführen und in ihr Raumschiff hasseln, beschäftigt sich der Regisseur mit dem unaussprechlichen Namen, der auch selbst als Interviewer im Film auftritt. Spätestens seit Akte X rückte die Thematik wieder öfter in den Fokus der Filmindustrie. Wie so oft basiert natürlich selbstredend alles auf wahren Begebenheiten (Gerüchten zufolge soll dies auch beim neuen Star Wars der Fall sein), schaun mer mal, was die Besucher aus dem All diese Woche so alles mit uns Erdlingen anstellen.
Um das Thema true based Story noch zu vertiefen, stellt sich erstmal Milla Jovovich mit ihrem eigenen Namen vor, nach dem Motto ich schauspielere hier nur, dazu werden immer wieder vorgeblich Originalaufnahmen und Tonbandmitschnitte der damaligen Sitzungen zwischengefidelt. Ich persönlich glaube zwar keinen Millimeter an deren Echtheit, aber wie heißt es so schön, die Wahrheit ist irgendwo da draußen.
Anhand der Person der Psychologin Abigail Tyler nehmen wir teil an den Ungereimtheiten im kleinen Örtchen Nome, dessen Bewohner unter einer Art kollektiven Psychose leiden. Kein Schlaf, nächtliche Beobachtungen einer Eule und unter Hypnose schreckliche Erinnerung an "Sie", ohne das das hier näher spezifiziert wird.
Immerhin gelingt eine recht dichte Atmosphäre. Leute erschießen sich selbst und ihre Familie, unheimliche Stimmen erscheinen auf Band in sumerischer Sprache etc., später wird Abigail sogar selbst zu Hause arretiert und sogar die Tochter verschwindet in einem merkwürdigen Lichtstrahl. Actionkino darf und wird hier natürlich niemand erwarten, schließlich geht es ja um die Frage, wieviel hiervon ist wahr und wieviel Fiktion und sind "Sie" nicht schon längst mitten unter uns.
Natürlich wird diese Frage nicht schlüssig beantwortet, es huschen auch keine Aliens durchs Bild, sondern es werden lediglich Bilder gezeigt, die ausdrücklich vom Zuschauer selbst interpretiert werden sollen. Ergo, man ist so schlau wie vorher. Die Zwischenzeit kann sich aber recht unterhaltsam sehen lassen, auch wenn ich den Doku Splittern nicht über den Weg trau.
6/10