kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 01.11.2010
Es ist ein aller Ehren wertes Experiment geworden, aber schon die erste Szene, die Milla Jovovich als Schauspielerin vorstellt, macht jegliche Spannung zunichte, die man den ganzen Film über mühsam durch dramatische Musik, angstverzerrte Gesichter und und angebliche Originaldokuaufnahmen zu erhalten versucht. Vergeblich: "die vierte Art" ist ungefähr so spannend wie Fussel zwischen den Zehen, was auch daran liegt, dass die gewählte Erzähltechnik einfach nicht funktioniert. Man sieht teilweise in einer Splitscreen die Originalaufnahmen und das geschauspielerte Pendant gleichzeitig und man denkt sich nur: wollten die damit jetzt zeigen, wie toll die Schauspieler das nachspielen? Die Pseudo-Authentizität macht das Ganze paradoxerweise so gestellt, dass man gar nicht an den Figuren dran ist und einen folglich alles kalt lässt.
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