Review

Früher fand ich den Film sehr anziehend und irgendwie tiefgründig, so wie es all die anderen Kommentare es anscheinend bestätigen. Mitterweile denke ich, der Film greift viel viel viel zu kurz und verkörpert ausschließlich dieses einseitige klägliche Selbstmitleid, welches auch in einer der letzten Szenen (in der Unterhaltung mit seiner besten Freundin) angesprochen wird. Diese Perpektivlosigkeit des Haupchrakters wirkt die gesamte Geschichte hindurch schöngezeichnet, durch dessen Augen schauend romantiersiert, als dürfte das Hässliche bloß nicht hervorkriechen. ... und es gibt auch nicht den doppelten Boden, der es wirklich entarnen würde. Die Gedanken des Protagonisten, die zum einzig wahrhaften dieses Filmes, dem Scheitern, gereicht werden, spiegeln ausschließlich die Ahnungslosigkeit wieder, die ihm innewohnt, will sie jedoch (meines Erachtens) als großes Denken verkaufen, aber durchdringt das Scheitern an sich nicht. Vielmehr bekommt man den Eindruck, alles wäre schon in Ordnung, wenn alles so seinen Gang nimmt, wie es ihn nimmt. Als wäre die unintendiert Absicht des Autoren, das Züchten einer Herde im Selbstmitleid Wiegender das Ziel, die beim Graben nach geistigem Gold eben auch mit dem scheinbar unabwendbaren Vorlieb nehmen. Wie in Huxleys "Schöne neue Welt" wird dick auftragend der Versuch unternommen, etwas zu skizzieren, was nicht dem Echten hinter den Dingen im Universum entspricht. -weil wir eben auch nur an den Lippen des träumenden und nicht erwachenden Protagonisten hängen, ihm ein wahrlich erläuchterter Konterpart fehlt, sei es nun in Form eines ihn Hinterfragenden selbst Umdenkenden oder einer Erzählform die das Romantisierende konterkariert.

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