Sklavenhändler bringen eine Wesenheit des Voodooglaubens nach Amerika, welche aus Versehen während des Bürgerkriegs von der Konföderierten Armee befreit wird. Das Wesen ergreift Besitz von den toten Soldaten sowohl der Nord- als auch der Südstaaten und erschafft sich somit eine eigene Armee aus Untoten, welche nichts aufzuhalten scheint.
Die Nummer mit den Untoten im amerikanischen Bürgerkrieg wurde von Rebellen des Grauens ja bereits elegant verhunzt. Killing Box versucht sich mit derselben Prämisse. Der Name leitet sich von einer Militärtaktik ab, den Feind von vier Seiten gleichzeitig anzugreifen. Die passiert dummerweise 1862 dem 51sten Alabama Südstaatenregiment. Aber statt dekorativ das Schlachtfeld zu zieren, stehen diese wieder auf meucheln ein paar Yankees und nehmen die stärksten der Getöteten in ihre Reihen auf und planen auf diese Weise die Weltherrschaft mittels Assimilation.
Wo ich ein wenig Probleme schon hatte war die Mythologie, die hinter der ganzen Nummer steckt. Da spricht man von bösen Geistern aus dem Afrika Import Shop, aber so ganz einig ist man sich doch nicht, was man sich genau zum Ziel gesetzt hat. Der mythologische Hintergrund bleibt sehr vage und die Wiedergänger sind eine recht illustre Mischung aus Zombies (durch Feuer vernichtbar, Übertragung durch Biss), Werwölfen (auch Silber tötet) und Vampiren (kommen nur nachts, können kein fließendes Wasser überqueren), dazu können sie normal reden und denken, alles nichts Halbes oder Ganzes.
Zwar sind durchaus namhafte Darsteller am Start (wer mag darf Matt Leblanc aus Friends suchen), aber ein wirklich teures Produkt ist Killing Box sicher nicht geworden, aber für Freunde des eher atmosphärischen Zombiehorrors durchaus einen Blick wert. Durch die 16er Freigabe darf man auch nicht strömendes Blut erwarten, eigentlich ist es ja so, das Leute in Nordstaatenuniformen auf Leute in Südstaatenuniformen mit weiß gepinseltem Gesicht sich in der freien Prärie treffen und sich balgen. Der Bodycount bleibt recht gering und der ganze Voodoo Krempel paßt nicht wirklich gut in die Geschichte, aber man wird doch passabel unterhalten.
6/10