Der chemische Kampfstoff "Elvis" tötet in seiner Testphase 18 Soldaten, aber nur einer der beiden schuldigen Wissenschaftler muss ins Gefängnis und rächt sich als er entlassen wird. Er schießt seinen ehemaligen Kollegen an, der den Stoff in seinen letzten Atemzügen dem Ladenbesitzer Skeet Ulrich in die Hand drücken kann, der ihn vor seinem rachsüchtigen Verfolger beschützen soll. Ulrich macht sich zusammen mit dem Kühlfahrzeug des Lieferanten Cuba Gooding jr. auf den Weg, da die Substanz nicht zu warm werden darf.
Die Handlung ist solide, aber alles in allem banal und nach einem altbekannten, stereotypen Muster gestrickt. Keine der Wendungen ist unvorhersehbar oder brilliant, dafür sind sie alle solide. Die Charaktere haben natürlich keine Tiefe, braucht man bei einer Action-Komödie aber auch nicht zwangsläufig. Allerdings kann man aus der Story um einen gefährlichen Kampfstoff in den Händen zweier verfolgter Zivilisten viel machen.
Die Umsetzung ist solide. Nach ein paar Action-Sequenzen zum Einstieg, entwickelt der Film schnell einen ordentlichen Unterhaltungswert, der den gesamten Mittelteil über konstinuierlich gehalten werden kann. Mit ein paar guten Gags und ein paar ordentlichen Action-Szenen bekommt der Film seine Laufzeit sehr gut überbrückt. Das Ende hätte spannender sein können, ist aber wie der ganze Film alles in allem solide, wenn auch zu vorhersehbar.
Die Filmmusik passt gut, ist zwar nicht herausragend, aber auf jeden Fall ausreichend. Die Kulisse ist gelungen und enthält einige schöne Landschaftsaufnahmen. Eine bedrohliche Atmosphäre, zu der die ständige Gefahr durch den Kampfstoff hätte beitragen können, kommt leider nicht zustande. Die Action-Szenen sind ordentlich und bestehen aus Verfolgungsjagden und Explosionen. Die Gags sind teilweise gut, teilweise aber auch sehr berechenbar. Der Film ist technisch alles in allem gut gelungen und lässt auf einen soliden Regisseur schließen.
Skeet Ulrich spielt nicht schlecht, wirkt aber für eine Komödie einfach zu ernst. Oscar-Preisträger Cuba Gooding jr. spielt wesentlich besser und stellt sein Talent unter Beweis. Er ist in den Actionszenen ernst und cool und bei den Gags merkt man ihm den Spaß am Spiel an.
Der Film ist durchaus empfehlenswert, da er trotz der 0815-Story ordentliche Unterhaltung liefern kann. Auf jeden Fall ein guter Film für zwischendurch, aber natürlich ist der "Chill Faktor" schnell gesehen und schnell vergessen.
Zusammenfassend ist "der Chill Faktor" eine solide Action-Komödie mit einer stereotypen Handlung, ordentlichen Darstellern und Action-Sequenzen und einem soliden Unterhaltungswert.