kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 09.04.2012
Ein metaphysischer Film über Zeitabfolge, Räumlichkeit und Entscheidungsfindungen, der über die formellen Aspekte fast noch mehr erzählt als über das Drehbuch. Der Film funktioniert assoziativ und gewinnt seinen Sinn auch durch Wiederholung und Neuentdeckung. Dadurch gewinnt er einen universellen Anspruch, der das Leben als solches anhand seiner physikalischen Eigenschaften zu beschreiben versucht. Wie bei vielen Experimentalfilmen fühlt man sich mit der Nase ein wenig zu stark auf die Beschreibung des Unbeschreiblichen gepresst, sprich: "Mr. Nobody" fühlt sich manchmal zu abgehoben an, aber die Abfolge von kunstrahmenartigen Bildkompositionen überzeugt selbst bei der stattlichen Länge von zweieinhalb Stunden (im Director's Cut) mit höchster Qualität. Auch wenn mir das cleane Zukunftsdesign zu sehr Klischee war und die Altmännermaske unangenehm an "Benjamin Button" erinnerte (zumal Jared Letos knallblaue Augen durch die Maske hindurch immer noch viel zu jugendlich wirken).
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