Schöngeistige Vampire mit edler Gesinnung in einem Zwiespalt aus Mordlust, Liebe und Empathie zum Opfer...
Ein interessanter Hintergrund, der diesem Film genug Nahrung gibt und problemlos diverse gedankenverhangene Handlungsstränge füllen kann - und davon auch Genrauch macht.
Dementsprechend handelt es sich hier nicht um einen blutrünstigen Vampirfilm im klassischen Splattergewand, sondern um eine eher tiefsinnige Storyline, die sich als solche erst im Laufe des Filmes zu erkennen gibt.
Gute Voraussetzungen eines gelungenen Arthouse-Films mit Kult-Charakter.
Dennoch bleibt irgendwie ein schaler Nachgeschmack und eine "Ambivalenz".
Wahrscheinlich liegt es an dem meiner Meinung nach enttäuschenden Ende und der akzentuiert ekelhaften "Blut-Szenen", die dann doch so wirken, als müsse man sie mit einbauen, um waschechten Vampirfilm-Fans ihr "Steak blutig" zu servieren und sie dadurch wohlwollend für sich zu gewinnen. Oder liegt es etwa doch an der völlig unerklärlichen Nebenhandlung des Polizisten, die beinahe wie ein deplatzierter zweiter Handlungsstrang wirkt?
Wie auch immer: Wäre der Film seiner scheinbar eigentlichen Intention, sich wirklich vom traditionellen Vampirfilm-Metier abzuheben, rigoros gerecht geworden, hätte daraus mehr werden können.