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Ein wissenschaftliches Experiment geht schrecklich schief! Anstatt Regen zu erzeugen entstehen Eistornados, die rasiermesserscharfe Eissplitter vom Himmel hageln lassen. Alles, was die Wissenschaftler auch versuchen um die Tornados aufzuhalten, funktioniert nicht.

Das Katastrophenfilmgenre spuckt ja wöchentlich neue Vertreter auf den eigentlich gesättigten Markt. Das Korsett solcher Filme, die ja meist fürs TV konzipiert werden, ist traditionell eng bis die Luft wegbleibt. Gehen wir doch mal die Checkliste durch:

1) eine warnende rationelle Stimme, die vor der Katastrophe warnt, aber überhört wird
2) Übergeordnete offizielle Stellen, die den ganzen Schlamassel vertuschen oder zumindest ignorieren
3) Protagonisten die mindestens eine ehemalige Beziehung hatten oder gerade in Eheproblemen stecken.
4) weit hergeholter Bezug zur Realität, der anfangs einigermaßen plausibel erscheint, aber mit jeder Minute mehr zur offenkundigen Räuberpistole wird
5)schmalziges Happy End, alle sind happy, die Bösen bestraft, die Welt wieder sicher und heimelig.
6) mindestens 1 nerviger Teenager, der mit seiner Rebelligkeit, jedem inklusive der Zuschauer tierisch auf die Nerven geht.

Das waren jetzt  die wichtigsten Punkte, die mir gerade einfielen und bis auf Nr. 6 erfüllt Ice Twister auch brav alle Punkte, allerdings mit einigen ganz netten Variationen, die man bei Katastrophenfilmen schon beinahe als Innovation durchgehen lassen kann. Zum einen hält sich die Melodramatik doch erfreulich im Hintergrund, zum anderen ist der Storybogen rund um den SciFi Autor gar nicht mal so uninteressant, auf jedenfall besser anzusehen wie viele gleichartige Filme. So kommt sogar ab und zu ein wenig bissiger Humor zustande und auch die Charaktere sind nicht ganz so schablonenhaft dargestellt (natürlich immer noch klischeeerfüllend aber nicht so klischeeerfüllend wie sie sonst ihre Klischees erfüllen).
Auffällig ist aber eigentlich das Fehlen jeglicher bekannter Darsteller, von der Truppe kannte ich zumindest niemanden, üblicherweise wird ja immer noch jemand als Zugpferd geholt, der sich gerade auf dem absteigendem Karriere-Ast befindet (so Kategorie Stacey Keach oder Alexandra Paul).
Die CGI ist einigermaßen akzeptabel, hat man schon deutlich schlechter erlebt, die Darsteller auf ok-Niveau und fünf Punkte für einen Fernseh-Katastrophen-Vertreter ist für mich beinahe schon das Höchste der Gefühle.
5/10

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