Garringo und Mangosta erbeuten bei einem Banküberfall nur ein paar Dollar. Aus der Zeitung erfahren sie, dass der Kassierer Peter die beiden Bankräuber, wie auch seine Kollegen ausgetrickst hat. Dieses können Garringo und Mangosta nicht auf sich sitzen lassen…
„Galgenvögel sterben einsam“ startet im Stil einer Komödie und die dabei verwendete Slapstickmusik kann schon gewaltig nerven, da sie definitiv nicht zu dem Film passt. Im weiteren Verlauf nimmt der Film allerdings langsam Fahrt in Richtung Ernsthaftigkeit auf. Zentrales Thema sind dabei die drei Charaktere: Garringo, Peter und Mangosta. Jeder ist in seinem Wesen anders. Mangosta nicht gerade schlau, aber dennoch gerissen auf seinen Vorteil bedacht. Garringo, ein Wortkarger Zweifler, der hinter allem die Gefahr lauern sieht und Peter, der mit der harten Welt der Outlaws wesentlich besser zu Recht kommt, als Jeder annimmt. Das es innerhalb der doch unterschiedlichen Personen zu Unstimmig- und Streitigkeiten kommt, ist absehbar.
Die Rolle des Mexikaners Mangosta, wird von Eduardo Fajardo verkörpert und man merkt, dass sich dieser eindeutig Fernando Sancho zum Vorbild genommen hat. Anthony Steffen spielt den Part des Garringo. Selbstverständlich wie immer mit einem teils gequälten Gesichtausdruck und einem tief über die Stirn gezogenen schwarzen Hut. Der dritten Charakter, der des Kassierers Peter, wird von Peter Lee Lawrence verkörpert, der bereits im Alter von 29 Jahren verstarb.
Die Story, die „Galgenvögel sterben einsam“ bietet, ist auf einige Verkettungen aufgebaut. Die Rahmenhandlung ist zwar schnell erklärt, allerdings entwickelt sich diese zu einem interessanten Gesamtbild. Ein Gesamtbild, das mit einer gelungenen Optik zu gefallen weiß und Anthony Steffen reichhaltig Spielraum lässt, um sich im Dreck zu wälzen und einen nach dem anderen zu erschießen.
Fazit: Ein gelungener Italo-Western, mit guten Darstellern und einem vereinzelnd gut eingesetzten sarkastischen Humor.