Review

"Born Invincible" ist guter Old-School Kung Fu wie ich ihn mir wünsche.

Handlung:
ACHTUNG SPOILER
Zu Beginn wird dem Zuschauer erzählt, dass man durch jahrelanges Tai Chi-Trainig zu einem unverwundbaren Kämpfer wird, allerdings besitzt jeder Tai Chi Meister einen Schwachpunkt, den es ausfindig zu machen gilt (hatten wir das nicht schon mal?). Nach dieser mit Trainingssequenzen untermalten Einführung befinden wir uns auf einem Hügel, wo einige Kung Fu Schüler gerade ihr Training unter dem Meisterschüler (der großartige Jack Long) absolvieren. Ein alter Mann wird mit seiner Tochter von zwei Schuften mit eigenartigen Wischmöppen auf dem Kopf verfolgt und verdroschen. Zwei der Schüler wollen helfen und werden nun auch durch die Mangel gedreht. Zeit einen der Meister zu rufen, welcher den Bad Boys Saures gibt. Später in der Kampfschule erfahren wir vom obersten Meister (Lung Fei), dass die beiden Schurken Handlanger zweier schlimmer Kämpfer sind, welche auch gleich die Schule besuchen, um den alten Mann abzuholen. Dieser wird nicht ausgeliefert, stattdessen versuchen die Meister der Schule nacheinander gegen die zwei Oberfieslinge (Carter Wang, Lo Lieh) zu kämpfen und zu gewinnen. Natürlich vergeblich. Der alte Mann will nicht, dass noch mehr Blut fließt und stellt sich nun dem Kampf, doch auch er beißt jämmerlich ins Gras ( eigentlich in den Staub). Von nun an heißt es für die Schüler üben, üben, üben, um Rache zu üben.

Analyse:
So eine Handlung oder eine ähnliche gab es schon in vielen anderen Eastern, daher muss man den Film durch andere Komponenten von den anderen Filmen abheben. In diesem Falle geschiet das mit Hilfe von sehr vielen sehr gut choreographierten Kämpfen. Es wird gekämpft, dass die Schwarte kracht und dabei sehen die Bewegungen und die Kampfabläufe wirklich beeindruckend aus. Somit ist pure Unterhaltung angesagt. Schauspielerisch wird keiner der Darsteller vor große Herausforderungen gestellt, was aber nicht heißen soll, dass die Stars schlechte Schauspieler sind. Jack Long und Lo Lieh haben schon einige Male bewiesen, dass sie in der Lage sind gute Leistungen zu bringen, wobei ich doch auch Jack Longs Leistung hier hervorheben möchte. Lung Fei ist sowieso ein sehr guter Schauspieler und über jeden Zweifel erhaben.
Der Storyaufbau hat mir auch sehr gut gefallen, da die Trainingseinheiten der Schüler gekonnt eingefügt wurden. Lediglich die großen Zeitsprünge sind nicht nachvollziehbar (plötzlich heißt es drei Jahre sind vorbei, ohne, dass man etwas davon gemerkt haben könnte). Über unrealistische Techniken wie das Spucken von Stahlkugeln sollte man sich nicht aufregen, meiner Meinung nach verleiht das dem Film noch mehr Unterhaltungswert.
Ach ja, Blut gibt es auch ein wenig zu sehen, aber "Born Invincible" ist kein Splatterfest wie der ein oder andere Chang Cheh Streifen.

Fazit: Wer Eastern mag und ca. 90 Minuten lang unterhalten werden möchte, sollte sich diesen klasse Film nicht entgehen lassen. Ich vergebe 10 Punkte, weil das ein Film ist, den ich mir immer mal wieder zwischendurch ansehen kann.

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