Inmitten einer Virusepidemie, die alle Leute in Zombies verwandelt zu haben scheint, trifft der Einzelgänger Columbus den draufgängerischen Tallahassee. Da sie ungefähr in die gleiche Richtung wollen, machen sie sich gemeinsam auf den Weg und treffen bald auf das Geschwisterpaar Wichita und Little Rock, die die beiden Herren gleich mal foppen. Mit der Zeit rauft man sich zusammen und durchquert das mit Untoten verseuchte Land.
Die von Ruben Fleischer inszenierte Zombiekomödie kann sich auf zwei Komponenten verlassen. Zum einen auf die verwüstete und mit Zombies bevölkerte Welt, die so schön leer und verbraucht aussieht, wie man es ob der Ausrichtung mit dem anvisierten komödiantischen Anteil vielleicht nicht vermutet hätte. Und zum anderen auf das Ensemble mit seinen unterschiedlichen Typen. Columbus (Jesse Eisenberg) fungiert als zentrale Figur nicht nur als Erzähler, er kümmert sich auch um die Exposition und bringt ein schönes Gimmick mit ein. Ist seine Figur auf Vorsicht bedacht und bevorzugt das überlegte Handeln, so fußt dieses auf den von ihm aufgestellten durchnummerierten Regeln. Und diese werden bei Bedarf gerne mal eingeblendet, was dem Ganzen einen comichaften Anstrich verleiht. Leider passiert das nicht durch den gesamten Film hindurch und hätte gerne öfter genutzt werden können.
Dem gegenüber steht Tallahassee (Woody Harrelson) als eher schießwütiger Kerl und der harten Schale, der mit seiner Suche nach Twinkies eine gewisse Besessenheit an den Tag legt. Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) ergänzen als linkisches Geschwisterpaar das Quartett und erst mit der Zeit wächst die Gemeinschaft doch etwas zusammen. Die Dynamik zwischen den Figuren stimmt, insbesondere die drei Älteren funktionieren gut und man lässt keinen der Charaktere lange untätig.
Apropos Bill Murray, der Humor kommt nicht zu kurz. Gibt es die ein oder andere visuelle Komponente, speist sich der Witz doch meist aus den Dialogen oder den Figuren. Dabei liefert „Zombieland“ aber nicht Lacher am Fließband und verkommt so nicht zur Parodie oder Klamotte. Überwiegend ist das recht gut ausbalanciert, doch muss sich das Werk eine allgemeine Inhaltslosigkeit unterstellen lassen. Fleischer ist eher daran interessiert, die Welt und Begebenheiten in Einzelteilen zu zeigen, denn alles mit Tiefe zu füllen. Dennoch macht „Zombieland“ ausreichend Laune, ist flott inszeniert und kurzweilig, hat ein paar Lacher und den ein oder anderen blutigen zombieesken Zwischenfall. Spannung sucht man zwar vergebens, man bleibt eben ein Weilchen bei der Gruppe und schon ist es vorbei. Da wäre mehr drin gewesen, ist trotzdem spaßig.