Alle Kurzkommentare


7

Regisseur Tim Burton in seinem Element: "Edward mit den Scherenhänden" ist ein abstraktes, mitunter auch abstruses Fantasymärchen mit durchaus ernsten Untertönen. Edward steht dabei als Symbol für einen Außenseiter, der Schwierigkeiten hat, von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Vorurteile, Fremdenhass und Angst vor dem Andersartigen werden hier direkt sichtbar. Die Geschichte und die Art der Umsetzung sind sicherlich nicht jedermanns Sache, doch allein das starke Spiel von Johnny Depp sowie die gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit dem Thema rechtfertigen das Anschauen.

6

Der Beginn der fruchtbaren Zusammenarbeit von Tim Burton und Johnny Depp. Gleichzeitig ist es der letzte Kinoauftritt von Vincent Price und ein würdiger Abgang für ihn. Es ist ein weiteres verwunschenes, bittersüßes Märchen ganz im Stile Burtons, wenn auch leider nicht mit der Energie eines BEETLEJUICE. Auch die Geschichte vom entstellten (hier liebenswerten) Außenseiter und Sonderling, der zuerst mit Begeisterung von der Gesellschaft aufgenommen wird, nur um dann von ihr verstoßen und geächtet zu werden, ist eine von Burtons Lieblingsthematiken, die er in BATMANS RÜCKKEHR in hässlicher, monströser Form mit dem Pinguin noch einmal erzählen sollte. Depp sieht als Edward aus wie eine Porzellanpuppe im SM-Outfit. Makeup und zerzauste Frisur sind von Sänger Robert Smith von The Cure beeinflusst. Eine blondierte Winona Ryder hätte ich ebenso wenig gebraucht wie die gar zu bunte, kitschige Vorstadt-Welt.

8

Dies ist ein typischer Tim Burton Film. Alles ist düster und schwarz untermalt. Die Story ist einfallsreich und zugleich noch sehr interessant. Auch die Darsteller, allen voran natürlich Johnny Depp, überzeugen absolut. In diesem Film vereint sich Witz, Fantasy, Romantik und etwas Grusel zu Einem. Und das alles unter einen Hut zu bringen, ist Tim Burton perfekt gelungen. Obendrein gibt es auch noch eine phantastische Kulisse, tolles Make-up und passende Musik. Im Laufe des Filmes weckt man in sich selbst sogar ein paar Gefühle für die tragische Figur "Edward". Man lacht, trauert und zittert mit Ihm. Der gesamte Film läuft im Großen und Ganzen eher ruhig und atmosphärisch ab, aber zum Schluss gehts dann nochmal so richtig rund. Fazit: Diesen Film kann ich nur jedem empfehlen. Lohnt sich!!!!!!!!!!!!! (8/10)

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