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Die 1970er von ihrer uncoolsten Seite. Dieses sterbenslangweilige Sportdrama entstand im Zuge des ROCKY-Hypes gegen Ende dieser Dekade, wo jedes Filmstudio etwas Vergleichbares wie bei Sly Stallone ins Rennen schicken wollte. Doch während "Der italienische Hengst" sich durch eine nachvollziehbare, ergreifende Underdog-Geschichte rund ums Boxen kämpfte, geht es hier bloß um ödes Bowling. Die Titelfigur heißt auch noch Dreamer, also Träumer, weil sie ihren großen Traum vom Gewinn einer Bowlingtrophäe leben will. Wie einfältig! Wie blöd! Wie uninteressant! Was da auf den gebohnerten Holzbahnen passiert, bietet nicht im Entferntesten dieselbe Faszination wie etwa die Duelle im Seilgeviert und die ziellose Erzählung gewinnt auch nie richtig an Fahrt. Weil die Schauspieler wohl nicht bowlen konnten, geschehen die meisten Würfe im Off! Das nenne ich mal: Vorbereitung mit Ehrgeiz!