Inhalt:
Wieder einmal tobt in der chinesischen Martial World ein Machtkampf, in dem sich zwei rivalisierende Clans unversöhnlich gegenüber stehen.
Die wunderschöne Leng Qing Shuang (Lam Sau-Kwan) vom Clan Yeng Li Feng´s (Gwan Feng), ist schwanger. Und dies ausgerechnet von einem Krieger des rivalisierenden Big Flag-Clans, Yun Keng (Dang Wei-Ho). Dieser ist zudem der Sohn des Big Flag-Clan-Chefs Yun Yi (Yang Chih Ching).
Yeng Li Feng will nunmehr seine Tochter töten lassen..., doch gelingt dieser durch ihre Schwester Leng Qing Ping (Lily Li) die Flucht....
Auch Yun Keng wollte den Big Flag-Clan verlassen, um mit seiner Geliebten zu entfliehen...., aber auch hier gibt Yun Yi den Befehl, den eigenen Sohn töten zu lassen.
Yun´s Neffe, Tie Zhong Tang (Ti Lung), soll diese Aufgabe übernehmen..., und Yun Keng fünfteilen lassen!
Jedoch will Tie das Leben Yun Keng´s retten..., und zusammen mit Master Diao (Ching Miu) ist geplant, dessen Sohn, der sich bereitwillig opfert, an Stelle Yun Keng´s hinzurichten..., und Yun an einen geheimen Ort zu bringen.
Die Beziehung von Tie Zhong Tang zur anderen Tochter des feindlichen Clans, Leng Qing Ping, ist zumindest freundschaftlicher Art..., und fliegt auf. Als Strafe hierfür wird Tie in eine zweijährige Verbannung entsendet. Dies wiederum ruft den Bruder Yun Keng´s, Yun Zheng (Lo Mang), auf den Plan...., denn dieser empfindet dieses Urteil konsequenter Weise als ungerecht...., auch Yun Zheng wird aus dem Clan ausgeschlossen.
Tie und der hitzige Yun Zheng sind nicht lange zusammen in ihrer Verbannung...., denn Yun wird von der geheimnisvollen Wen Dai Dai (Chan Si-Gaai) entführt..., die beiden gehen nunmehr ihren eigenen Weg.
Tie Zhong Tang macht sich nunmehr auf den Weg, das verschollene kung fu manual, das Artefakt "Light of the sun", sowie seinen Vater Tie Zhen Shan zu suchen.
Sein Weg führt ihn über die "Day Empress" Shui Rou Song (Helen Poon) und deren frechen Helferin Shui Ling (Liu Lai-Ling) zum Pavillon des Little Prince (Sun Chien)...., Little Prince und Shui Ling werden zu seinen Verbündeten und das manual sowie das Artefakt sind alsbald gefunden.
Doch der Clan Leng Yi Feng´s ist Tie Zhong immer auf der Spur...., und seine ärgsten Gegner sind "The blind assassin" Ai Tian Fu (Philip Ko), "Mute assassin" (Yang Ching Ching aka Yeung Jing Jing) und der äußerst gefährliche Feng Jiu You (Chan Siu Pang) mit seinem blutsaugenden Schwert und seiner Todes-Klaue.
Wird es Tie Zhong Tang gelingen, alle Feinde zu besiegen, Yun Keng und seinen inzwischen geborenen Sohn zu retten und zusammen zu führen, sowie das Geheimnis um seinen Vater zu lüften?
Hier führt Tie Zhong Tang die Spur nach Zhang Chun Island...., zum "Night Emperor" (Tang Ching)..........
Fazit:
"Clan feuds" ist ein weiterer Eastern der Shaw Brothers, der in der surrealen chinesischen Martial World spielt..., und eigentlich die Handschrift Chu Yuan´s trägt, hier aber von Chang Pang I (aka Cheung Paang-Yee) im Jahre 1982 in Szene gesetzt wurde.
Und wieder wurde ein Geschichte des Legenden-Erzählers Ku Lung (Gu Long) hier aufgegriffen...., diese sind äußerst komplex-kompliziert in ihrem Aufbau und zumeist mit einer reichen Personal-Fülle versehen. Und so ist das auch hier in diesem Film, der ambivalent ...., und mit Personen und Handlungs-Strängen vollgestopft ist.
Manchen Faden nimmt der Regisseur auf...., vergisst diesen wieder scheinbar...., nimmt ihn wieder auf, andere gehen aber vergessen. Personen tauchen auf, verschwinden wieder..., um dann doch oder auch nicht, wieder aufzutauchen.
So wirkt denn dieser Streifen nicht ganz gelungen...., doch kann Regisseur Chang Pang I dies alles mit viel Drive, hohem Erzähl-Tempo, exquisiten Sets, interessanten Figuren und rassigen Fights noch einigermaßen übertünchen...., Langeweile kommt kaum auf, und zumindest ab einer zweiten Sichtung kann dieser Film dem geneigten Fan der Shaw Brothers denn doch gut gefallen!
Das berühmte Shaw-Interieur reißt doch einiges raus...., die Regie erzählt die komplexe Story in surrealen, farbenfrohen Kulissen voller Atmosphäre. Herausragend ist hierbei die Residenz des Little Prince (Sun Chien)...., ein schöner Pavillon in einer künstlichen Fels-"Lichtung"...., und der Palast ist bonbonfarben ausgeleuchtet. "Clan feuds" ist da ein kleiner Augenschmaus.
Star des Films ist natürlich sein Hauptdarsteller..., Ti Lung, der Solo-Geiger im Orchester Run Run Shaw´s. Er führt durch diesen Streifen...., und spielt und fightet gewohnt souverän..., zwischen verschmitzter Gewandheit und rigorosem Durchgreifen. Da störte es mich auch nicht, dass er in diesem Film irgendeinem Mumpitz hinter her jagte..., einem dubiosen Artefakt, einem kung fu manual und dem Geheimnis seines Vaters.
Sun Chien spielt den Little Prince solide...., und die Anzahl schöner Frauen ist beträchtig: Die geheimnisvolle Chan Si-Gaai, die bildschöne Lam Sau-Kwan, die freche Liu Lai-Ling, die etwas kuriose Helen Poon, die aparte Lily Li...., und die elastisch fightende Yang Ching Ching (Yeung Jing Jing).
Auf Seiten der villains ragten für mich zwei Darsteller heraus..., zum einen Gast-Star Philip Ko, der hier einen dubiosen, blinden Fighter verkörpert..., zum anderen Chan Siu-Pang. Dieser agiert als "White hair"-villain mit einem Schwert, welches das Blut aus seinem Gegner saugt, und einer verkrüppelten Todesfaust.
Die Fights sind abwechslungsreich, rasant und blutig. Überwiegend erlebt man Swordplay..., doch auch immer mit vielen KungFu-Elementen durchzogen..., Schlägen und Tritten, überzeugende, gelungene KungFu-/WuShu-Action!
Insgesamt..., und eher nach einer zweiten/dritten Sichtung, kann "Clan feuds" den Eastern-Fan überzeugen..., die Geschichte hätte mehr Zeit, dafür weniger Personen und weniger Komplexität benötigt. Doch interessante Figuren, tolle Kulissen, rassige, abwechslungsreiche Action und Ti Lung in bestechender Form sorgen für passable Eastern-Unterhaltung.