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Handlung: Die beiden abgedrehten und anscheinend lesbisch angehauchten Pornoproduzentinnen Syl und Maddie sind immer auf der Suche nach neuen Schauspielern für ihre Filmreihe "Maskhead". Der genannte Hauptdarsteller ist ein richtig abgefuckter Kerl, der nie sprich oder sich ohne seine Verkleidung zeigt, dafür aber ein ungesund hohes Gewaltpotential sein eigen nennen kann. Natürlich wissen die gecasteten Pornodarsteller nicht, in welchem Film sie eigentlich mitspielen, und denken, es würde sich um normale Fetishpornographie handeln. Ein seltsamer Mann namens "Cowboy" ist ein Freund von Syl und Maddie (Initialen "S"und"M", höhöhö), und lockert die abgedrehten Drehtage mit einigen Geschichten aus seinem verkoksten, asozialen Leben auf.

So, nun isser da, der neue Toe Tag Film. Nach der sehr beliebten (und wie ich finde garnichtmal so schlechten) August Underground Reihe, dem total bekloppten "Redsin Tower", und dem leicht verkorksten "Murder Collection Vol.1" beschert uns Vogel noch einen Film, welcher aber anscheinend primär auf die Kappe seines Mitregiesseurs geht. Es überrascht natürlich nicht, dass die Geschichte wieder einmal sehr pervers und abgründig daher kommt, aber bei den anderen Toe Tag Filmen, welche auch als pervers und grausam beworben wurden, und am Ende mehr langweilten als alles andere, war das ja genau so.

Die Geschichte ist eigentlich perfekt gewählt, um Grausamkeiten zu bieten. Die Figuren bleiben blass gezeichnet, nervig und uninteressant (der Humor, den man mit dem "Cowboy" aufbauen wollte, ist mal wieder in die Hose gegangen - sehr peinlich!) und da sich auch keine Handlung im traditionellen Sinne entwickelt, könnte man ja annehmen, dass Maskhead 80 Minuten lang die Sau rauslassen darf. Tut er zwar schon, aber doch nicht auf die Art und Weise, wie viele es hoffen werden.

Einige Szenen sind schon sehr derbe, aber es wird nie so blutig wie zB bei "La petite Mort". Die Macher haben eher auf Perversion abgezielt, als auf Schlachtorgien ala Mordum, und bis zu einem gewissen Grad gelingt es den Machern auch sehr gut, das authentische Feeling einer neuen Pornoproduktion hervorzurufen. Obwohl man sich teilweise schon langweilt (natürlich nicht halb so viel wie bei Redsin Tower), gibt es doch einige ziemlich coole Szenen, zum Beispiel die besonderen "Themen", mit welchen die Maskhead Morde eingeleitet werden, die Figur des Maskhead oder die Zwischenschnitte auf die Kameras, mit denen Syl und Maddie Filmen (dies wirkt aber nicht wie bei Mordum, obwohl es natürlich das selbe Stilmittel ist, sondern eher wie ein Internetporno). Ein bisschen mehr Gore hätte aber nicht geschadet, wobei Gorehounds und vor allem Torture Porn Freunde durchaus auf ihre Kosten kommen werden!

Jedoch bleibt der Film eine sehr zwiegespaltene Angelegenheit, und ich betrachte ihn mit gemischten Gefühlen. Es fehlt zB jegliche Spannung oder Athmosphäre. Das Teil ist wirklich wie ein neuer Internetporno ohne Handlung oder drumherum. Klar, das ist beabsichtigt, und die Macher haben es auch geschafft, aber ideal ist das bei weitem nicht. Trotzdem unterhaltsam und weitestgehend gelungen, wenn man auch mehr hätte rausholen können.

Für Toe Tag sicherlich eine Steigerung, obwohl ich denke, dass Toe Tag und Vogel eher die zweite Geige gespielt haben, jedoch hätte man einiges besser machen müssen, zum Beispiel eine bessere Handlung und Abrundung der Geschichte, und ein wenig mehr Gore. Dennoch unterhält der Film schon recht gut, und bietet einige wirklich gelungene Gemeinheiten nach Toe Tag Art.

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