Die nordamerikanische Kleinstadt Roscoe wird von einem schweren Gewitter heimgesucht. Fürchterliche Blitze dreschen auf die draußen stehenden Menschen ein und töten sogar einige von ihnen. Sheriff Bradley untersucht die Todesfälle und wird skeptisch, was das Naturphänomen betrifft. Denn die Blitze und der Donner kehren immer wieder in seinen Überwachungsbereich zurück. Bradley ahnt, dass etwas übernatürliches über Roscoe schwebt. Der Bürgermeister sieht das allerdings anders. Er will das prestigeträchtige Kürbisfest, welches traditionell in Roscoe gefeiert wird, nicht in Gefahr bringen.
Lightning Strikes entspricht dem typischen Syfy Massenproduktionspool, man nehme ein oder zwei bekannte Namen im Karrieretiefgulag (sorbo/Jensen), füge wahlweise ein Monster oder Wetterphänomen (hier eigentlich sogar beides) dazu, füge Klischeefiguren und Standardabläufe des Genres hinzu und drehe möglichst preiswert das ganze ab, vorzugsweise in Osteuropa (heute mal wieder Bulgarien). Diesmal sind es Blitze die eine amerikanische Kleinstadt plagen, allerdings nicht irgendwelche, sondern von der intelligenten Sorte, die zudem auch noch von einem Energiewesen gesteuert werden.
Über die Story und den ganzen Quark, der hier verzapft wird, sollte man sich allerdings tunlichst keine tiefgehenden Gedanken machen, da faseln Professoren was von blauen Gewittern, irgendein Fremder mit Cowboyhut bastelt altägyptische Blitzableiter auf Lagerhausdächern, der Bürgermeister spielt tuntiges Aloch um trotz keine Investoren zu verscheuchen und dazwischen ein Sheriff der eigentlich gar nichts entscheidendes macht, aber die Hauptrolle spielt.
Dennoch funktioniert dieser Einheitsbrei gar nicht mal so übel. Mittlerweile rechne ich es TV-Filmen ganz hoch an, wenn sie auf die schmalzige Lovestory oder den üblichen Familiendrama Quatsch verzichten, was Lightning strikes größtenteils auch tut. Es gibt hier zwar immer noch ne Menge Füllszenen, aber wenigstens ohne Großalarm für die Tränendrüse. Vom Tempo her könnte zwar durchaus mehr passieren, zwischen den anfangs längs halbierten Auto und der Gewitterschlußoffensive beim Kürbisfest tut sich relativ wenig. Die CGI siedelt sich dabei zwischen naja und einigermaßen brauchbar ein, tut aber für das vermutete Budget seinen Zweck. Gleiches gilt für die Darsteller, die man durchwinken kann, aber ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen, als auch für den Film insgesamt.
5/10