Review

2001: Eine Handvoll Astronauten befindet sich mit dem hochintelligenten, den Menschen gar überlegenen Computer HAL 9000 auf dem Weg zum Jupiter, auf dem ein seltsamer schwarzer Monolid stehen soll. Dessen Bedeutung soll erkundet werden...
"2001" beweist einmal mehr, daß ich mit Science-fiction-Filmen sehr wenig anzufangen weiß. Dieses Werk von Stanley Kubrick wird als wegweisender Meilenstein der Filmgeschichte angesehen, was ich nachvollziehen, aber nicht teilen kann. Die Bilder sind wirklich ein Erlebnis und in dieser Form heutzutage nur noch selten so kunstvoll anzutreffen, weswegen die Effekte verdient mit dem Oscar ausgezeichnet wurden. Sie sind auch nach über 30 Jahren noch beeindruckend und ziehen in den Bann.
Außer den Effekten konnte ich allerdings leider wenig Interessantes vermerken. Die Anfangssequenz, die zwanzig Minuten dauert, zieht sich endlos in die Länge und ist ausgesprochen zäh - es passiert einfach viel zu wenig.
Auch in der Folgezeit konnte ich nur mit Mühe verhindern, mich nebenbei noch einer anderen Beschäftigung zu widmen, denn die langwierigen - zugegeben schön anzusehenden - Tänze des Raumschiffs durch die unendliche Galaxie, die zudem mit klassischer Walzermusik untermalt wurden, konnten mich vor zunehmender Ermüdung nicht retten. Erst als der Bordcomputer den ersten Fehler macht und daraufhin völlig außer Kontrolle gerät, fand ich kurzzeitig die erwünschte Unterhaltung.
Das Ende bleibt gewollt rätselhaft, als Dave sich selbst als alter Mann in einem mysteriösen weißen Zimmer wiederfindet und schließlich als Embryo mit großen Augen durch das Weltall schwebt. Somit bleibt der Film durchweg geheimnisvoll.
"2001" ist für mich mit über zwei Stunden Filmlänge entschieden zu lang geraten.
Dieser Science-fiction-Klassiker, ein Glanzstück in der Filmhistorie, konnte mein Herz nicht so erwärmen, wie ich es mir zuvor vorgestellt und insbesondere erhofft hatte.

Fazit: Außer den visuell vollauf überzeugenden Effekten und einer sicherlich interessanten Geschichte erzeugt "2001" etliche Male Langeweile, weil einfach zu wenig Unterhaltendes geschieht. Der Film ist einfach nur hochanspruchsvoll, doch mir fehlte der Pep, etwas Spannung. Ich wußte nicht viel mit ihm anzufangen und werde ihn mir wohl kein zweites Mal ansehen.
GESAMT: 5/10 (Unterhaltungswert: 3 - Handlung: 9 - Schauspielerische Leistungen: 8 - Kameraführung/Atmosphäre: 10 - Musik: 9)

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