Review

Sicherlich ist 2001 ein Film, der die Betrachter spaltet wie kaum ein anderer Film.
Entweder ist man fasziniert, oder man schläft innerhalb einer halben Stunde ein.


Wir befinden uns zu Begin der Evolution. An den Menschen ist noch gar nicht zu denken, da bevölkern Affen unsere Erde. Primitiv leben sie, primitiv gehen sie miteinander um.
Eines Morgens ist es da. Ein Monolith, wie von Geisterhand hingestellt. Er sorgt dafür, dass sich die Affen weiterentwickeln, lernen, Gegenstände zu benutzen und sogar damit zu töten.
Zeitsprung, wahrscheinlich der größte und beste der Filmgeschichte.
Wir schreiben nun das Jahr 2001. Auf dem Mond haben Wissenschaftler 15 Meter unter der Erde einen Monolithen entdeckt. Keiner weiß, aus was er ist, keiner weiß woher er kommt. Man findet nur heraus, er sendet Signale an den Planeten Jupiter. Unter der Leitung von Dr. Haywood R. Floyd soll dieses nun, unter strengster Geheimhaltung natürlich, erforscht werden.

18 Monate später ist es soweit. Eine fünf Mann starke Besatzung und ein Supercomputer macht sich auf den Weg zum Jupiter. Drei Mann befinden sich in einer Art Kälteschlaf, in der sie die lange Zeit bis zum Jupiter überbrücken. Nur Dr. Frank Poole und Dr. Dave Bowman sind wach und werden von HAL 9000, dem Supercomputer, unterstützt. HAL 9000 redet und denkt wie ein Mensch, und die 9000er Serie hat noch nie einen Fehler gemacht. Selbst Poole und Bowman wissen nicht, was sie eigentlich auf dem Jupiter machen sollen
Eines Tages meldet HAL 9000 einen Fehler außerhalb des Raumschiffes, der innerhalb von 72 Stunden behoben werden muss, da das Teil sonst ausfällt. Poole macht sich auf den Weg, das fehlerhafte Teil auszuwechseln. Wieder an Board untersuchen sie das Teil und finden heraus, dass es gar nicht kaputt ist. HAL 9000 scheint einen Fehler gemacht zu haben. HAL 9000 schlägt vor, das Teil wieder einzubauen um zu schauen, was nach 72 Stunden passiert. Poole und Bowman stimmen zu, doch irgendwas an HAL 9000 gefällt ihnen nicht mehr. Und sie sollen recht behalten, HAL 9000 wird gefährlich....


Schon allein der Anfang könnte bei vielen Zuschauern dafür sorgen, den Fernseher direkt wieder auszuschalten. Man beobachtet eine ganze Weile eine Horde Affen, die in den Tag hineinleben, bis sie den Monolithen finden.
Beim Sprung ins Jahre 2001 geht es dann nicht wirklich schneller weiter. Minutenlang beobachtet der Zuschauer ein fliegendes Raumschiff, dazu wird er von klassischer Musik(!!!) begleitet. Ja, Kubrick hatte schon Ideen, ob man diese nun positiv auffasst oder nicht, dies muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dafür sind die Tricks und die Optik aller erste Sahne. Man muss bedenken, der Film ist von 1968 und die Effekte bekamen nicht umsonst einen Oscar.

2001 ist zwar ein Science-Fiction Film, aber ein sehr langsamer. Action gibt es hier nicht. Trotzdem hat der Film Spannung. Insbesondere an Board des Raumschiffes verbreitet der Computer HAL 9000 eine eigenartige Stimmung. Hinzu kommt neben der klassischen Musik eine eigenartige Heulmusik, wenn der Monolith auftaucht. Und diese Musik bringt nicht gerade eine positivere Stimmung.
Ungewöhnlich für Kubrick ist auch das Panavision-Format in ca. 2.20:1. Dadurch gelingt es Kubrick aber, eindrucksvolle Bilder einzufangen mit brillanten Schnitttechniken. Insbesondere ist der ist der ganze Film ein optisches Meisterwerk mit Kamerafahrten und Einstellungen, die man vorher so nicht gesehen hat und dementsprechend fremd wirken. Hat man sich daran aber erst gewöhnt, so wirken sie nur noch fantastisch.

Das Ende ist eigenartig wie der ganze Film, gliedert sich also fast optimal ein. Es bleiben Fragen offen, die nicht beantwortet werden. Und ja, Kubrick will auch nicht jede Frage beantworten, wie man in diversen Statements nachlesen kann. Hier ist also einiges an Eigeninterpretation gefragt.


Fazit: 2001 ist ein Meisterwerk, ob nun inhaltlich, optisch oder wie auch immer, dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Ansehen sollte man sich den Film auf jeden Fall einmal, und dann seine Meinung bilden, egal ob positiv oder negativ.
Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn er zu viele Fragen offen lässt, die man sicherlich gerne beantwortet hätte. Sei es drum, 2001 ist ein echter Kubrick, wie auch immer man es auffassen will.

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