Wie Jackie Chan verdiente sich Sammo Hung zuerst seine Brötchen mit Stunts und Statistenrollen. Da er aber einen besseren Draht zur Filmindustrie hatte, wurde er durch seinen Mentor Huang Feng auch in Sachen Film geschult. Zusammen drehten sie das alte Golden- Harvest- Produkt "Bandits from Shantung", wo Feng als Regisseur fungierte und Sammo in einer Nebenrolle als Bösewicht zu sehen war. Sammo wurde vor seinem Starsein öfters als Choreograph angagiert. Unter anderem für die vollendete Version von Bruce Lee's "Game of Death" ("Mein letzter Kampf"). Nach soviel Arbeiten kam auch die Zeit für Sammo's eigenen Film, sowohl als Regisseur und Hauptdarsteller. Sein Debutfilm hiess: "The Iron Fisted Monk.
STORY: Nach jahrelangem Training verlässt Husker (Sammo Hung) das Shaolin Tempel um seinen verstorbenen Lehrmeister zu rächen. Dabei lernt er einen Arbeiter aus der Wäscherei kennen, dessen Schwester von den Manchus vergewaltigt und ermordet worden ist. Husker bekommt zufällig mit, wie einer der Schergen vom Arbeiter tot gestochen wird, aber die wahren Hintergünde kennt er nicht. Im Verlauf der Handlung kommt es zwischen Husker, dem Arbeiter und einem Mönch, der Huskers alter Meister und Freund ist, und den Manchus zu handfesten Auseinandersetzungen. Als auch die Mutter vom Arbeiter ermordet wird, und er selbst bei einem Kampf ernsthaft zu Schaden kommt, stirbt dieser. Husker und der Mönch brechen auf, um den Manchus ein für alle mal das Handwerk zu legen.
Recht orginell ist Sammo's erster Film nicht. Doch er kann mit einigen gut choreographierten Kampfszenen punkten und beschert den Handlangern einen schmerzhaften Tod. Wie schon in "The Magnificent Butcher" spielt Dauerbösewicht Fung Hak On hier den lüsternen Peversling, der ohne Gewissensbisse seine Opfer vergewaltigt. Hat mich gewundert, dass in einem Sammo- Hung- Film eine Sexszene in vollen Zügen gezeigt wird. Unter den Statisten finden sich viele bekannte Gesichter, die in Sammo's späteren Filmen eine grössere Rolle spielen: Lam Ching Ying ("Mr. Vampire", "Eastern Condors"), Chung Fat ("Encounters of the Spooky Kind", "Heart of the Dragon"), Eric Tsang ("My Lucky Stars, "Infernal Affairs") und Mars ("Knockabout, "Dragon Lord"). Für die damalige Zeit war wohl dieser Eastern der Renner, was man an einem riesigen Plakat in "Game of Death" sehen kann. Auch jetzt sehe ich mir diesen Klopper gerne an. Er ist zwar nicht Sammo's Bester, aber für den Anfang ist es ein guter Einstieg. Der "chinesische Charles Bronson" macht als weiser Mönch ebenso eine gute Figur, auch wenn die akrobatischen Szenen von einem Stuntman ausgeführt sind.
Resume: Vielleicht in die Jahre gekommener, aber unterhaltsamer Easternkracher, der Sammo Hung's Wechsel vom Kampfchoreographen zum Filmemacher zeigt. 7/ 10