Review


Inhalt:

China während der manchurischen Herrschaft der Qing-Dynastie. 2 Männer..., ein Ziel...: Blutige Rache!

Jun Bai-Lo (Sammo Hung), genannt "Hawker", er unterzieht sich im Kloster der Shaolin einem harten Training in KungFu unter seinem Sifu (James Tien).
Er will den Tod seines Onkels rächen..., dem Betreiber eines Lebensmittel-Ladens in welchem "Hawker" tätig war. Mörder ist ein Offizieller (Fung Hak-On) der Manchus und dessen Schergen.
Nach Jahren macht sich "Hawker" aus dem Kloster auf und davon, seine Rache zu verüben....

Liang (Lo Hoi-Pang) arbeitet in einer Färberei in der Stadt, diese ist ein Zentrum des Widerstands gegen die Qing.
Der Qing-Offizielle vergewaltigt die Schwester Liang´s..., diese begeht daraufhin Selbstmord. Auch Liang will an den Manchus blutige Rache nehmen.

Beide Männer werden letztendlich vom Mönch des Sai Sin-Tempels, Shan Teh (Chen Hsing) unter dessen Fittiche genommen.
Shan mäßigt die beiden Männer und bittet sie, sich zu gedulden ihre Rache anzugehen.

Die Manchus sind vorbereitet. Der Bruder (Chiu Hung) des Offiziellen taucht auf..., und 2 neue, brutale Kämpfer (u.a. Wong Hap aka Wang Hsieh) verstärken die Schergen der Besatzer.
Die beiden wollen die Sache subtil angehen..., und erst mal die Färberei vernichten.
Als das scheitert, Liang zu Tode kommt und ein weiteres Mädchen vergewaltigt und getötet wird, ist der Zeitpunkt der Rache für "Hawker" und Shan Teh endgültig da....

Es kommt zum brutalen und blutigen Show-Down.....


Fazit:

Im Jahre 1977 drehte Genre-Ikone Sammo Hung erstmals in eigener Regie diesen nur ansatzweise witzigen, dafür größtenteils harten und blutigen Eastern für die Golden Harvest-Studios des Erfolgsproduzenten Raymond Chow!

2 Männer wollen blutige Rache nehmen, ihr Ziel einigt sie, ihr Feind ist der gleiche..., ihre Wege kreuzen sich, denn ihr Sifu ist der selbe.
Diese einfache Geschichte ist hier stringent und ohne große Umschweife umgesetzt, alles in passenden, gut gewählten Locations indoor und vor allem outdoor, das gibt die richtige Atmosphäre für diesen gelungen, knallharten Eastern!

Ist dies schon die Zeit der Eastern-Komödie? Nein, noch nicht so richtig..., zwar hat Sammo hier schon anfangs ein bissel den Schalk im Nacken..., doch ist dies nun bei Leibe kein lustiger Film. Da kennt man Sammo ja auch anders.

Nein, dies ist ein harter Eastern um 2 Männer, der eine will seine Schwester rächen, der andere seinen Onkel. Die Schwester wurde vergewaltigt, und diese Szene ist schon mehr als grenzwertig, dem Betrachter wird hier überraschend wenig erspart. Ein zweites Mädchen wird ebenfalls brutal vergewaltigt und getötet. Sie liegt auf einem Tisch..., in ihrem eigenen Blut..., nein, keine Eastern-Komödie...

Das alles ist denn auch leicht verfolgbar in seiner Storyline..., ein klares Handlungs-Schema..., ein KungFu-Rache-Reißer. Und KungFu ist hier das wichtigste. Das sind harte, perfekt choreographierte KungFu-Fights..., und sie leben nicht zuletzt von der unglaublichen (zumal Sammo damals schon übergewichtig war) Agilität Sammo Hungs! 
Die Kamera bewegt sich gekonnt mit, schnelle Schnitte unterstützen die Dynamik der Aktionen..., gleichwohl nichts "abgehackt" wirkt, die Bewegungsabläufe flüssig erkennbar bleiben. Es waren eben Profis vor und hinter der Kamera am Werk!
Der Show-Down ist natürlich das Highlight, es herrscht viel Abwechslung in der Choreographie..., und der Blutzoll und die Intensität nimmt zu.
Am Ende sind -ich darf das mal vorwegnehmen- dem einzig überlebenden Villain Chiu Hung die Augen zerschlagen. Chiu tastet mit ausgestreckten Armen umher, doch die siegreichen Protagonisten verzichten auf ein grausames Blindekuh-Spiel, sondern verlassen leise den Ort des letzten Kampfes...., so endet dieser dramatische Endfight...., nein, keine Eastern-Komödie....

Sammo Hung ist hier Star und Hauptakteur. Anfangs schalkig..., dann nur noch ernst, agil und kompromisslos. Stark Sammo!
Lo Hoi-Pang ist sein Partner..., nur ernst, wütend und auf Rache aus..., er will gleich ALLE Manchus töten!
Ihr Sifu ist Chen Hsing..., Eastern-Fans wissen um die Qualität dieses herausragenden Darstellers. Er bremst die beiden Haupt-Protagonisten..., will ihnen das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt der Rache geben..., und sie richtig vorbereiten. Dafür ist Geduld und Zurückhaltung gefragt.
Er ist aber auch ein Mönch, der nicht alle vorgegeben Grenzen selbst einhält. Betritt verkleidet einen Puff..., oder isst im Hundefleisch-Restaurant mit seinen Schützlingen.

Die Villains sind zahlreich und prominent..., Gesichter die man als Eastern-Fan oft sah.
Fung Hak-On, in zahlreichen Villain-Rollen bei den Shaw Brothers gestählt. Er ist hier so notgeil wie skrupellos..., ein Menschenleben -insbesondere eines Han-Chinesen- bedeutet ihm nichts.
Shek Tien agiert als schmierig-feiger Scherge, Yeung Wai, Yen Shi-Kwan und Chin Suet-Sang sind bekannte Bösewichte in der Eastern-Szene.
Mehr Würze geben dem illustren Villain-Ensemble noch Chiu Hung als eitel-mürrischer Bruder (im Film) Fung Hak-Ons, und Gast-Star Wong Hap (aka Wang Hsieh) als bärbeißig-brutaler Typ, der die Villains später im Film verstärkt.
Ihnen allen stellen sich Lo Hoi-Pang und vor allem im Show-Down Sammo Hung und Chen Hsing entgegen.

Mir gefiel "The iron fiste monk" ausgesprochen gut..., ein insgesamt kerniger, professionell gemachter Rache-Eastern, mit verschiedenen, dynamisch umgesetzten KungFu-Techniken und harten, fast grenzwertigen Szenen.
8,5/10.



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