Man, was haben mein Kumpel und ich uns gestern auf einen amüsanten Trash-Abend gefreut..! Von einem "absoluten Klassiker", "... filled with great cheesy special effects" ist auf der Hülle die Rede. Leider kann ich weder das eine, noch das andere bestätigen. Im Prinzip ist "Phantom of 10.000 Leagues" nur zu 10 Prozent ein Monsterfilm. Der Rest ist eine langweilige Krimihandlung, deren Inhalt ich nicht mehr nachvollziehen kann (und auch nicht will). Was wohl weniger am Alkohol, sondern eher an der tranfunseligen Story lag, die irgendwas mit mysteriösen Experimenten zu tun hatte...
Spaßig wird´s eigentlich nur - ihr habt´s erraten - wenn das Monster einen seiner raren Auftritte hat. Dabei sieht das Viech aus, als ob sich die Kreatur aus Jack Arnolds schwarzer Lagune mit Roland Emmerichs Godzilla gekreuzt hätten. Weil der Film aus den Fünfzigern stammt sind Effekte in der Tat "very cheesy", immerhin aber der einzige Lichtblick in den Tiefen der Langeweile. Ach ja, zwei Explosionen gibt es noch, wohl um den Zuschauer aus dem Schlaf zu reißen...
An dieser Stelle muss ich Merkwürden von "Bad Movies" voll und ganz beipflichten: Ein Monsterfilm ohne Monster funktioniert einfach nicht. Es ist wie in einer Zirkusnummer dem Zuschauer die Hauptattraktion vorzuenthalten. Deshalb werde ich die DVD in diesem Jahrzehnt mit Sicherheit auch nicht mehr vorkramen - es sei denn, um die Scheibe zu verhökern...