Review

U14er-Grusel

Jeder hat seine Leichen im Keller?! Vielleicht. Aber gilt dies auch für scheinbar bodenlose schwarze Löcher hinter gut verschlossenen Falltüren? Denn genau so eine finden zwei Brüder und lassen somit ihren tiefsten Ängsten freien Lauf... Joe Dante ist schon lange nicht mehr auf Gremlins-Niveau, nicht einmal in der Nähe davon. In seinen besten Momenten kann der Regieveteran froh sein, wenn er noch an "Small Soldiers"-Luft schnuppern kann. Das beweist auch sein im nächsten Jahr schon Zehnjähriges feiernder "The Hole". Doch für eine gruselige Geschichte für junge Horroreinsteiger sollte es doch noch reichen, oder?

Ja, das tut es. "The Hole" ist alles andere als kreativ, nur selten wirklich spannend und extrem schnell wieder vergessen - doch für die Zeit, wo er läuft, kann er durchaus mild unterhalten. Einer dieser Light-Grusler, der es auch als Kurzfilm oder Creepshow-Kapitel getan hätte und mit dem man seinen Nachwuchs ungefährlich an unser liebstes Genre heranführen kann. Die Balance aus Augenzwinkern und Angst stimmt, die Protagonisten sind selbst noch grün hinter dem Ohren und die Gefahren aus dem Loch sind nie so verstörend oder bösartig, dass man ein schlechtes Gewissen haben sollte, wenn der Nachbarsjunge mitguckt. Das Happy End ist spürbar nie in Gefahr. Wie ein Besuch im Geisterhaus auf der Kirmes - kann man machen, man weiß was kommt, in der richtigen Stimmung keine Wegwerf-Investition. Mehr als ein Mal muss ich ihn mir aber nicht geben.

Fazit: einsteigerfreundlicher "Schocker" des Gremlims-Machers - wie eine milde Geisterbahn oder Familienhorror der ungefährlichen Sorte. Tja, auch junge Erwachsene brauchen wohl was im Genre!

Details
Ähnliche Filme