Review

The Human Centipede
Ein Film, den man als momentan krassesten Psycho-Ekel-Thriller bezeichnen könnte. Ich muss zugeben, zu anfangs war ich sehr skeptisch, denn hätte ich billigsten perversen Müll erwartet wie man ihn bei „A Serbian Film“ oder “Subconscious Cruelty” und ähnliche gesehen hat. Da mir diese eine Nummer zu krank sind und in meinen Augen mit Filmkunst nichts mehr zu tun haben, war ich doch schon recht voreingenommen. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.

Der recht junge Regisseur „Tom Six“ präsentiert uns mit „The Human Centipede“ einen Film, der psychisch funktioniert. Denn eines muss man vorweg gleich mal sagen: Es ist kein Horror und auch kein Splatter Film. Der Ekel oder Schock spielt sich im Kopf ab, nicht auf der Bildröhre. Es gibt ein zwei kleine Szenen, die etwas blutig sind, doch richtet sich der Fokus eindeutig auf das Thema des „Hundertfüßlers“. Und das ist der Punkt. Die Story und die Idee ist so unvorstellbar und derb, dass man gar nicht mit der Kamera voll draufhalten muss, wie es bei den billig Müll Vertretern „A Serbian Film“ und “Subconscious Cruelty” der Fall war. Und hier unterscheidet sich, was Filmkunst ist und was nicht. Der Blockbuster Freund oder Zuschauer, der sich mit Stangenware zufriedengibt, brauch bei diesem Film erst gar nicht einzuschalten, das ist klar, aber die eingefleischten Filmfreunde werden ihren Spaß mit dem Film haben und erleben den Ekel auf völlig neue Art.

Anfangs denkt man noch dass ein Amateurfilm auf einen zukommt, doch das ändert sich nach den ersten 15 Minuten, denn billig wirkt er auf keinen Fall. Die Kameraführung, das Ambiente und die ganze Atmosphäre sind schon genial und reichen locker über den Durchschnitt. Die Schauspieler (ausgenommen der zwei Polizisten) machen ihre Sache auch richtig gut. „Dieter Laser“ der hier den Psycho Doc (Dr. Heiter) spielt, passt wie angegossen in die Rolle und mit „Ashley C. Williams“ die (Lindsay) spielt, hat man auch noch eine kleine sexy Schönheit vor den Augen.

Fazit: Sicherlich kein Film für jeder Mann und gewiss auch kein Film für gemütliche Abendunterhaltung zu Pizza und Bier. Doch ein Film, den man sich interessehalber durchaus geben kann. Auch wenn man denkt, das allein schon die Idee einen „Hundertfüßler“ zu kreieren krank ist, sollte man neutral an den Film ran gehen, denn einen fließenden Thriller hat man mit „The Human Centipede“ auf jeden Fall. Das Thema macht den Film etwas skurril und befremdlich.

Bewertung: Für gute Umsetzung und skurrile Idee glatte 7 Punkte!

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