Der nächste 2.Weltkieg-Film den ich mir an diesem Wochenende ansehen durfte, nachdem ich The Cross Roads als Vollveriss deklariert hatte, war die tschechisch/slowenische Co-Produktion Tobruk, welches ein, mehr oder weniger bekanntes, Kapitel im letzten großen Krieg verarbeitet. Allerdings auch dieses in einer nicht jedermanns Sache. Zuviel Wert wird hier auf die psychologischen Aspekte gelegt und dürfte für Anhänger von Filmen wie Der Soldat James Ryan sicherlich schwer zu verdauen sein, da hier eher die Pausen zwischen den Kämpfen anstelle blutiger Shot Outs im Vordergrund stehen. Sonst kann eigentlich nichts Negatives über Tobruk berichtet werden. Die Darsteller, Kamera und auch Regie sind durchaus solide und leisten sich keine schwächen. Einzig und alleine seine zähe Art zu erzählen dürfte ein Zweischneidiges Schwert sein.
Ich entscheide mich daher fürs höhere Mittelmaß da er meinen Geschmack nicht wirklich getroffen hat. Sollte jeder selber für sich entscheiden welche Art von Anti-Kriegsfilm er bevorzugt. Anschauen sollte man sich ihn trotzdem mal.