Review

Jérôme steht kurz vor seiner Heirat, will zuvor aber noch sein an einem See in den französischen Alpen gelegenes Haus verkaufen. Dort trifft er auf seine alte Liebe Aurora und die beiden Teenager Laura und Claire. Und Claires Knie fesselt ihn...


Was mich nicht fesselt, ist nicht nur das Knie des Mädchens, sondern der ganze Film. Ich bin wohl nicht für Filme dieser Machart geeignet.

Für mich ist Claires Knie, der fünfte Teil aus dem Filmzyklus Sechs moralische Erzählungen von Éric Rohmer, leider unfassbar geschwätzig und einer der langatmigsten und belanglosesten Filme, die mir bisher im Genre Drama untergekommen sind.

Es passiert wirklich herzlich wenig, abgesehen davon, dass sich Hauptfigur Jérôme mit diversen teils noch jugendlichen Damen unterhält und seine Finger nicht bei sich behalten kann. Da wird deutlich übergriffig getätschelt, gestreichelt, umarmt, an sich gezogen was das Zeug hält. Natürlich werden die Mädchen auch geküsst, muss ja sein bei einem Film über die Gefühle und Ansichten von Liebe unterschiedlicher Generationen.

Einzig das Spiel der Darstellenden und die Umgebung taugen wirklich. Rohmers Regie passt zwar, aber seine Einstellungen sind bisweilen einfach zu lang, was den Film einfach viel zu zäh macht. Das Fehlen von Musik hilft da auch nicht.


Gute Darstellende in schrecklich zähem Liebesgeplänkel vor traumhafter Kulisse. Zu geschwätzig, um mein einfach gestricktes Gemüt zu unterhalten. Empfehlung für Arthouse-Fans.

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