Bessere 6 Punkte!
Die ersten 30 Minuten sind sehr spannend inszeniert - auch die Effekte werden nur angedeutet und spärlich dezent gezeigt.
Die Hauptdarsteller werden absolut schablonenhaft und oberflächlich eingeführt. Leider nutzt Emmerich die gewaltige Laufzeit des Streifens von 2,5 Stunden nicht dazu, Tiefe und Inhalt zu schaffen. So bleiben die Figuren seelenleer und die Charaktere bloße Abziehbilder. Dann feuert der Schwabe ein Effektfeuerwerk ab, das wieder an Größe kaum zu überbieten ist. Hier liegt die eindeutige Stärke von "2012". Humor vermischt sich mit Dramatik - oftmals gewinnt (trotz der Weltuntergangsstimmung!) der Humor. An den Tricks kann man nicht herummeckern - hier wird wahrlich gigantisches Popcorn-Kino geboten, dass es nur so funkelt und rummst. Doch die Storyline verliert sich in ihrer extrem optischen Aufmachung. Dieses "Eye-Candy" an SF-Gigantomie beginnt allerdings nach 2 Stunden heftigst zu nerven. Immer wieder fragt man sich, was da noch komme soll? Und es kommt gewaltiger und gewaltiger - leider nur visuell, denn Dialoge und Handlungsstränge sind herzergreifend naiv und fast schon dümmlich geraten. Wer also sein Hirn ausschalten kann und sich nich an der zu langen Laufzeit stört (der Negativ-Faktor schlechthin!), der wird mit guten Popcorn-Bildern belohnt. Wer jedoch Charakere sucht, die einem in diesem Chaos ans Herz wachsen, sollte sich einige Katastrophenfilme der 70er-Jahre reinziehen.
Fazit:
Es geht seit "Godzilla" noch lauter und größer - nun ja, optisch top, inhaltlich so saftig wie ein 3 Tage alter Burger.